Gebäudemanagement 4.0: Mehrwert und Kostenersparnis durch Smart Maintenance

Im Gebäudesektor hat die Zukunft längst begonnen: Maximal digitalisierte Bürokomplexe, Kongresshallen, und Sportarenen treten den Beweis an, welches Potenzial im Gebäudemarkt steckt. Ein schönes Beispiel ist das „The Edge“ in Amsterdam – ein 40.000 Quadratmeter großes Bürogebäude, in dem über 30.000 Sensoren verbaut sind. Das zukunftsweisende Bauwerk nutzt IoT-Konnektivität mit EcoStruxure Building für bestmöglichen Komfort und Energieeffizienz.

Einhergehend mit der digitalen Transformation ist auch bei den entsprechenden Berufsbildern wie dem Gebäudemanagement (engl.: Facility Management, FM) nichts mehr beim Alten. Die Diskussion, ob Digitalisierung Arbeitsplätze vernichtet, ebbt nicht ab. Die Realität zeigt allerdings schon heute, dass dies nicht unbedingt der Fall ist. Eher werden Berufsbilder anspruchsvoller – und damit spannender und attraktiver. Steigt der IQ von Gebäuden, dann hat das zwangsläufig Auswirkungen auf die Tätigkeiten und Handgriffe, die mit Wartungs- und Reparaturarbeiten üblicherweise einhergehen.

 

BIM, CAFM und IoT: Optimierte Prozesse im digitalisierten Gebäude

Im Facility Management hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Neue Technologien wie Big Data, Building Information Modelling (BIM), Computer Aided Facility Management (CAFM) und Internet of Things (IoT) prägen den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden. Dabei liegt es auf der Hand: Digitale Technologien sind kein Selbstzweck. Sie müssen Investoren und Gebäudetreibern einen signifikanten Mehrwert bieten. Dank Smart Maintenance können Produktionsanlagen und Gebäudetechnik digital überwacht und die generierten Daten gesammelt und ausgewertet werden – ein Datenpool, auf dessen Basis sich die richtigen Entscheidungen treffen lassen.

Das macht Gebäude zu Smart Buildings, die durch moderne und nachhaltige Gebäudetechnik Verbräuche optimal überwachen und steuern können. Das IoT ermöglicht darüber hinaus einen digitalen Gebäude-Zwilling, welcher den exakten Nutzungsbedarf virtuell abbildet. Das ermöglicht automatisierte Dienstleistungsprozesse im Facility Management, höhere Energieeinsparungen und maximales Wohlbefinden der Gebäudenutzer.

Die Konsequenz: Durch die veränderten Anforderungen und die zunehmende Integration modernster Technik wandelt sich auch das Personalprofil des klassischen Facility Managements. Ein Hausanlagentechniker etwa, der zuvor direkt an der Anlage agiert hat, muss heute in der Lage sein, auch die Daten des Digitalen Zwillings auszuwerten.

Auch das Gebäude selbst gewinnt: Dank Digitalisierung wird es gleichermaßen robuster und flexibler. Zeitgemäße Facility-Management-Software bietet Vorteile bei der Raumbuchung, der Kostenstellenzuordnung und dem Catering. Ebenso werden neue Arbeitsmodelle – etwa durch eine Open Space Nutzung – ermöglicht. Die Bürobelegung kann dabei optimal geplant und Arbeitsplätze per App reserviert werden. Auch Location Tracking und die Auswertung von Bewegungsströmen, welche die Personalsicherheit erhöhen, ist nicht länger Zukunftsmusik.

 

Kostenoptimierung leicht gemacht

Immer mehr Investoren und Betreiber setzen auf technologiegestütztes Facility Management. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen steht die Frage im Raum, wie Gebäude entlang ihres Lebenszyklus optimiert und Einsparpotenziale identifiziert und bestmöglich umgesetzt werden können. Neben mehr Kostensicherheit – etwa durch vorausschauende Wartung (engl.: Predictive Maintenance) – hat man dabei vor allem die Attraktivitätssteigerung durch Modernisierungsmaßnahmen im Blick. Dass der Wert der Immobilie auf diese Weise erhalten bleibt und nicht selten sogar steigt, ist ein weiteres Plus.

Als langjähriger Experte im Bereich Gebäudeautomatisierung kennen wir die Anforderungen des modernen Gebäudemanagements. In vielen modernen Gewerbeimmobilien rund um den Globus ist unsere offene und interoperable Systemarchitektur EcoStruxure verbaut. Smart Buildings, die Schneider Electric Lösungen enthalten, bieten beachtliche Effizienzvorteile über den gesamten Lebenszyklus hinweg – und damit Investoren einen überzeugenden Return on Investment (ROI).

 

Zukunftsweisende KI-Anwendungen für effizienten Betrieb

Gewonnene Daten werden zu smarten Daten: Sie werden mithilfe übersichtlicher Dashboards und praktischer Apps auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer zugeschnitten und in Echtzeit aufbereitet. Darüber hinaus kommt jetzt vermehrt Künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel, welche die Gebäudedigitalisierung noch einmal revolutioniert.

„Mittels KI sind wir mittlerweile in der Lage, selbst kleine Unregelmäßigkeiten im Anlagenbetrieb frühzeitig zu diagnostizieren und so Maßnahmen zur Behebung und Optimierung einzuleiten, bevor hier Schäden entstehen“, sagt Markus Hettig, Vice President Building Business DACH bei Schneider Electric. „Durch die Verknüpfung dieser technischen mit kaufmännischen Prozessen – über ein CAFM – können wir diesen Weg noch weiter automatisieren bzw. beschleunigen und dadurch enorme Kosten für die Betreiber einsparen“, führt er weiter aus.

 

Strategische Partnerschaften beschleunigen den Prozess

Wartungen bzw. Erneuerungen können jetzt deutlich schneller und kostengünstiger umgesetzt werden. Ebenso lassen sich flexible Raumnutzungskonzepte problemlos realisieren. Um auf diese Evolutionsstufe im Gebäudemanagement zu gelangen, haben wir im Zuge unserer Digitalisierungsstrategie neue Partnerschaften geschlossen. In Kooperation mit den beiden Softwareunternehmen RIB und Planon werden somit technische und kaufmännische Prozesse synchronisiert und enorme Mehrwerte im Sinne der Gebäudeinhaber und Facility Manager geschaffen.

 

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