Erneuerbare Energie – Willkommen im Schneider Electric DACH Blog https://blog.se.com/de Globaler Spezialist in Energiemanagement und Automation Thu, 10 Jun 2021 11:17:38 +0000 de-DE hourly 1 Was macht ein Energiemanager Deutschland bei Schneider Electric? https://blog.se.com/de/energiemanagement-energie-effizienz/2021/06/10/energiemanager/ https://blog.se.com/de/energiemanagement-energie-effizienz/2021/06/10/energiemanager/#respond Thu, 10 Jun 2021 11:17:38 +0000 https://blog.se.com/de/?p=2685 Vor rund 15 Jahren hat Rolf Schreiber eine Ausbildung zum Elektromeister absolviert und anschließend seinen technischen Betriebswirt obendrauf gelegt. Heute ist er bereits seit zwölf Jahren bei Schneider Electric angestellt... Read more »

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Vor rund 15 Jahren hat Rolf Schreiber eine Ausbildung zum Elektromeister absolviert und anschließend seinen technischen Betriebswirt obendrauf gelegt. Heute ist er bereits seit zwölf Jahren bei Schneider Electric angestellt und davon seit fünf Jahren als Energiemanager Deutschland für Schneider Electric tätig. Ein wichtiger Mann, denn hinter dem komplexen Begriff verbirgt sich eines der Kernthemen des internationalen Konzerns: Die Nachhaltigkeit. Warum der Energiemanager so einen wichtigen Job macht und was genau das in der Umsetzung bedeutet, hat uns Rolf erklärt.

Nachhaltigkeit gehört zur DNA von Schneider Electric

Einem Unternehmen, das Kunden erklärt, wie sie selbst ein aktives Energiemanagement betreiben können und Produkte und Systeme entwickeln, die sowohl dem Endkunden als auch dem B2B-Bereich dabei helfen, den Alltag nachhaltiger und energieeffizienter zu gestalten, liegt der Nachhaltigkeitsgedanke quasi in der DNA. Für Schneider Electric ist Sustainability einer der wichtigsten Werte überhaupt. Deswegen ist in jedem Land, in dem Schneider Electric wirkt, ein Energiemanager oder Sustainability-Manager beauftragt, der sich ausschließlich darum kümmert, die Nachhaltigkeitsziele innerhalb des Konzerns umzusetzen.

17 UN Sustainable Development Goals – Ziele für nachhaltige Entwicklung

Dieser Beauftragung liegen die 17 UN Sustainable Development Goals, auf Deutsch „Ziele für nachhaltige Entwicklung“, zu Grunde. Die Vereinigten Nationen haben diese im September 2015 in Form einer Agenda verabschiedet, die bis 2030 in allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen umgesetzt werden sollen. Die 17 Ziele befassen sich mit der sozialen, wirtschaftlichen und ökologisch nachhaltigen Entwicklung.

Nachhaltigkeitsziele bei Schneider Electric

Schneider Electric setzt sich unter anderem weltweit dafür ein, allen Menschen Zugang zu Energie zu ermöglichen und NGOs zu unterstützen. Darüber hinaus prägen aber vor allem drei Kernziele die Aufgaben eines Energiemanagers bei Schneider Electric.

  1. Schneider Electric möchte bis 2025 klimaneutral mit Kompensation sein.
  2. Bis 2030 soll die Klimaneutralität ohne Kompensation erfolgen.
  3. Bis 2050 möchte Schneider Electric in der gesamten Lieferkette, das heißt auch in der Auswahl der Partner, komplett auf Klimaneutralität umgestiegen sein

Bis 2025 möchte Schneider Electric die gesamte Flotte elektrifizieren

Schnittstelle Energiemanager: Rolf Schreiber übertragt die globalen Sustainability-Ziele auf Deutschland

Als Energiemanager in Deutschland versucht Rolf Schreiber diese drei Kern-Nachhaltigkeitsziele von Schneider Electric Global bundesweit durch ganz unterschiedliche Maßnahmen umzusetzen. So ist er dafür immer wieder im Austausch mit seinen internationalen Schneider Electric-Kollegen, die in mehr als 100 Ländern sitzen, um über geeignete Strategien zu beraten. Diese Strategien werden in den Prozessen und in die Standorte getragen und umgesetzt. Zum anderen entwickelt er aber vor allem an den zehn zertifizierten Schneider Electric-Deutschlandstandorte Maßnahmen zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele. An vier von zehn Standorten ist er dafür hauptverantwortlich tätig, an den anderen sechs Standorten gibt er die Verantwortung weiter und arbeitet beratend.

Beispiele für Energiemanagement bei Schneider Electric

Diese Schilderungen klingen bisher alle ziemlich komplex. Anhand von vier Beispielen aber lässt sich Rolf Schreibers Aufgabe als Energiemanager in Deutschland besser verstehen. Denn Nachhaltigkeit kann auf kleiner Ebene, auf mittlerer Ebene und auf großer Ebene stattfinden – und immer ist der Energiemanager daran irgendwie beteiligt.

Nachhaltigkeit im Großen

Beispiel 1:

Seit 2018 werden alle Standorte von Schneider Electric Deutschland mit Öko-Strom versorgt, der Strom stammt also zu 100 Prozent komplett aus erneuerbaren Energien. Deutschland ist damit im globalen Vergleich aller Schneider Electric Länder Vorreiter, gewinnt durch seinen frühen Umstieg auch bei der nationalen Konkurrenz und geht damit einen großen Schritt zur Erreichung der Klimaneutralität.

Beispiel 2:

Ein Projekt, das außerdem unter „Nachhaltigkeit im Großen“ anzusiedeln ist, ist die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte von Schneider Electric Deutschland, die der Energiemanager begleitet. Bis 2022 sollen 50 Prozent der eigenen Flotte aus Elektroautos bestehen. Bis 2025 wollen wir die komplette Fahrzeugflotte von Schneider Electric in Deutschland elektrifizieren.

Dazu gehört auch, intern eine entsprechende Infrastruktur für den Umgang mit Elektrofahrzeugen zu schaffen. Rolf Schreiber weiß um die Sorgen der Mitarbeiter: Mit E-Fahrzeugen müssen Strecken anders geplant werden, der Aufwand dafür ist oft größer. An vielen Standorten der Firma gibt es deswegen bereits Ladesäulen und Handouts und Planungstools, die den Mitarbeitern im Umgang mit den E-Fahrzeugen helfen sollen.

„Durch meinen Job kann ich die Glaubwürdigkeit von Schneider Electric beeinflussen. Wir Energiemanager sorgen dafür, dass wir das, was wir unseren Kunden vermitteln möchten, auch im eigenen Konzern umsetzen.“

Nachhaltigkeit auf mittlerer Ebene

Die Energiemanager und sein Team sind auch dabei, auf den einzelnen Schneider Electric-Werken in Deutschland Photovoltaikanlagen zu planen. Ziel ist hier, einen Großteil der Selbstversorgung der Standorte zu gewährleisten und dadurch zusätzlich Kosten zu sparen, denn eigenproduzierter Strom ist günstiger als der durch einen Fremdanbieter bezogene. Bisher stößt das Team hier noch auf viele Stolpersteine – die Grundlagen für eine Installation der Photovoltaikanlagen müssen individuell an jedem Standort geschaffen werden. Das ist ein mühsames und zeitintensives Vorhaben.

Photovoltaik am Standort in Regensburg – durch erneuerbare Energien sollen sich die Werke zukünftig weitgehend selbst versorgen können

Nachhaltigkeit im Kleinen

Aber auch im Kleinen sorgt Rolf Schreiber als Energiemanager dafür, dass Nachhaltigkeit umgesetzt wird. Zusätzlich zu seinen regulären Aufgaben ist er Leiter des Ideenmanagement-Teams bei Schneider Electric. Hier kann jeder Mitarbeiter Ideen rund um Innovation und Verbesserung der Arbeitsprozesse im Konzern einreichen. Immer wieder kommen hier auch nachhaltige Vorschläge an, die durch das Ideenmanagement-Team gefördert werden. In der Liegenschaft in Marktheidenfeld wurde zum Beispiel auf Initiative der Mitarbeiter eine Waldblumenwiese angelegt, um so die Artenvielfalt zu stärken. Fast nebenbei hat das Team hier auch eigenen Honig hergestellt und fast 400 Kilogramm des goldenen Safts gewonnen.

Darum begeistert Rolf Schreiber sein Job als Energiemanager

Rolf Schreiber ist Energiemanager für Schneider Electric Deutschland

Diese Vielfalt macht die Arbeit von Rolf Schreiber als Energiemanager in Deutschland aus. Aber auch seine eigenen, persönlichen Werte findet er hier wieder. Wenn der begeisterte Outdoorsportler von seiner Motivation, für Schneider Electric zu arbeiten, erzählt, wird er leidenschaftlich: „Wir Menschen müssen unsere Verhaltensweisen ändern. Als Energiemanager für ein Unternehmen wie Schneider Electric kann ich nicht nur dafür sorgen, dass wir das, was wir in unserer Firmen-DNA versprechen, umsetzen, sondern irgendwie kann ich auch die Welt ein bisschen besser machen. Das treibt mich jeden Tag an.“

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Der Green Deal: Die industrielle Revolution gegen eine Deadline https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2021/04/26/green-deal-deadline/ https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2021/04/26/green-deal-deadline/#respond Mon, 26 Apr 2021 15:47:17 +0000 https://blog.se.com/de/?p=2624 Der Europäische Green Deal wird große Veränderungen in der europäischen Industriestruktur fördern müssen. Die Umstellung der Wirtschaft von braun auf grün wäre eine große, historische sozioökonomische Transformation. Nicht umsonst wird... Read more »

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Der Europäische Green Deal wird große Veränderungen in der europäischen Industriestruktur fördern müssen. Die Umstellung der Wirtschaft von braun auf grün wäre eine große, historische sozioökonomische Transformation. Nicht umsonst wird diese Herausforderung oft als „industrielle Revolution gegen eine Deadline“ bezeichnet, wie der EU-Think-Tank Bruegel feststellt. In diesem Zusammenhang ist die anstehende Industriestrategie, die die Europäische Kommission Ende April vorstellen soll, von größter Bedeutung.

Das grundlegende Problem für Europa ist, dass seine Wirtschaftskraft unter der Kombination von zwei Faktoren leidet. Erstens ein relativer industrieller Niedergang gegenüber dem Rest der Welt (der Anteil des verarbeitenden Gewerbes macht heute weniger als 15 % des EU-BIP aus, verglichen mit 20 % vor dreißig Jahren). Zweitens war Europa laut McKinsey Global Institute „vor einem Jahrhundert das globale Kraftzentrum der Innovation, aber es hat seinen Vorsprung weitgehend verloren“.

Die Daten zeigen, dass sich Europa vergleichsweise langsam an die digitale Transformation der globalen Wirtschaft angepasst hat. Ende 2017 hatten nur 24 % der Unternehmen Big-Data-Analytik eingeführt, 16 % hatten Robotik und automatisierte Maschinen integriert, und nur 5 % arbeiteten mit künstlicher Intelligenz oder 3D-Druck, so ein Bericht des European Policy Strategy Center. Während im vergangenen Jahr die Hälfte der Top-10-Hersteller von Solarzellen aus Europa kam, ist es 2018 keiner mehr.

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Der Kern der Probleme Europas ist seine eigene Zersplitterung, eine Vielzahl von grünen industriepolitischen Initiativen, die auf regionaler, nationaler und EU-Ebene durchgeführt werden. Diese Initiativen sind in der Regel nicht koordiniert und können sich sogar widersprechen. Eine grüne Industriepolitik, die intelligent, zielgerichtet und europaweit harmonisiert ist, würde dazu beitragen, die europäische Industrie zu stabilisieren und Europa zu einem Technologieführer bei kohlenstoffneutralen Prozessen und Produkten zu machen.

Europa verfügt über viele Zutaten, die dazu beitragen könnten, eine führende Position in den Bereichen Umwelt und Energiewende aufzubauen – das Know-how seiner Ingenieursbasis, erhebliche Finanzmittel und den klaren politischen Willen, den Wandel voranzutreiben. Europa ist nach wie vor die Heimat vieler weltweit führender Unternehmen im Bereich grüner Technologien (Turbinenhersteller, Energiesektor, Energiemanagement, Kreislaufwirtschaft, Autoindustrie usw.).

Die europäischen Regierungen erhöhen auch schnell ihr Unterstützungsniveau – die Kombination aus starken regulatorischen Anreizen (der EU Green Deal) und unterstützenden Finanzmitteln (das EU-Konjunkturprogramm, 37 % der 750 Mrd. €, die für den Green Deal zur Verfügung stehen sollen) wird den Unterschied ausmachen. Zum Beispiel steigert Europa seine Investitionen in die Batterieproduktion – mehr als 30 Gigafactories sind in Europa bis 2030 geplant (und weitere sollen angekündigt werden), aber es ist noch weit entfernt vom chinesischen Ziel (etwa 140 Gigafactories).

Die grüne Revolution ist eine riesige Aufgabe und extrem kapitalintensiv. Laut der Europäischen Investitionsbank würde das Erreichen einer 55-prozentigen CO2-Reduktion bis 2030 zusätzlich geschätzte 350 Mrd. € pro Jahr kosten.

Die EU kann die Transformationskraft ihrer Industrie sein, indem sie drei sich ergänzende Bereiche betrachtet.

  • Erstens muss die EU eng mit den Stakeholdern (Privatsektor, Gewerkschaft, Regionen) zusammenarbeiten, um sowohl den Weg zur Dekarbonisierung als auch den Grad der Integration des EU-Binnenmarktes im Bereich der Nachhaltigkeit zu beschleunigen. Europäische Allianzen haben sich als erfolgreiches Modell erwiesen, insbesondere wenn sie Markt- und Regulierungssysteme kombinieren (z. B. wie bei der europäischen Batterieinitiative).
  • Zweitens: Grüne Industriepolitik braucht Innovation. Rund um den Globus verlieren traditionell starke Industrien an Tech-Start-ups. Die Chancen sind für diejenigen am größten, die eine „systemischere“ Präsenz über Sektoren wie Energieversorgung, modernen Transport und Mobilität oder Lebensmittelproduktion hinweg beherrschen. Europa muss Marktteilnehmer unterstützen, die Schlüsseltechnologien (z. B. Batterie, dezentrale Erzeugung, Kreislaufwirtschaft, Digitales) und neue Geschäftsmodelle (z. B. IIoT-Plattform, Dienstleistungen) bereitstellen.
  • Nicht zuletzt ist es wichtig, die europäischen Wertschöpfungsketten aus globaler Sicht zu stärken.  Deutschland, Mitteleuropa, Skandinavien und die Benelux-Staaten beziehen in der Regel 50 % oder mehr ihres BIP aus dem Export, und die Exportproduktion ist auch für mehr als 15 % der THG-Emissionen der EU verantwortlich.

Europa muss auf globaler Ebene gleiche Wettbewerbsbedingungen für kohlenstoffarme Technologien schaffen. Trotz des Umfangs und der Komplexität der Aufgabe ist eine kohlenstoffneutrale Industrie machbar und bietet eine große Chance für die Wettbewerbsfähigkeit. Wenn es richtig gemacht wird, kann die industrielle Säule des Green Deal bis 2030 das industrielle Fundament Europas wieder besser aufbauen.

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Wir sind Teil der „CEO Alliance for Europe’s Recovery, Reform and Resilience“: Unser Beitrag zum nachhaltigen europäischen Gedanken https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2021/03/24/ceo-alliance/ https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2021/03/24/ceo-alliance/#respond Wed, 24 Mar 2021 10:05:49 +0000 https://blog.se.com/de/?p=2587 In der CEO Alliance for Europe’s Recovery, Reform, and Resilience sind führende europäische Unternehmen zusammengeschlossen, die das Konjunkturprogramm „Next Generation EU“ (NGEU) der Europäischen Union nachdrücklich unterstützen, um ein widerstandsfähigeres,... Read more »

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In der CEO Alliance for Europe’s Recovery, Reform, and Resilience sind führende europäische Unternehmen zusammengeschlossen, die das Konjunkturprogramm „Next Generation EU“ (NGEU) der Europäischen Union nachdrücklich unterstützen, um ein widerstandsfähigeres, digitalisiertes, wohlhabendes und nachhaltiges Europa für künftige Generationen aufzubauen.

Action Tank von gleichgesinnten Unternehmen

In der Sache vereint: Alle Mitglieder der CEO Alliance haben zugesichert, in den nächsten zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Euro in ihre jeweiligen Dekarbonisierungs-Roadmaps zu investieren, um ein klimaneutrales Leben in Europa zu ermöglichen. Zudem sollen Projekte gefördert werden, die den Ausbau und die Nutzung von regenerativen Energien fördern.

Fokus: Elektromobilität

Eine wichtige Rolle spielt dabei unter anderem der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge und Individualverkehr und die Weiterentwicklung und Digitalisierung der Verteilnetze, mit dem Ziel, dezentrale Ressourcen aus regenerativer Energie zu fördern und öffentliche Ladenetze für die Elektromobilität zu auszubauen.

Auch der öffentliche Nahverkehr steht im Fokus – so soll die Busflotte in Europa elektrifiziert und die Batterieproduktion und die Wertschöpfungskette des Grünen Wasserstoffs weiter verbessert werden.

Elektrischer Nahverkehr – Busse ohne Verbrennermotor als nachhaltige Option in den Städten

Strom intelligent zu verteilen, ist einer der Erfolgsfaktoren für die Verlässlichkeit und Verfügbarkeit regenerativer Energie. Daher fördern die Partner der Initiative auch den Ausbau smarter Netze. Software und Speicherlösungen im Micro Smart Grid helfen dabei, Strom bestmöglich zu verteilen.

Strom intelligent verteilen – möglich dank Software und Speicherlösungen im Micro Smart Grid

Gebäude: Wichtiger Hebel bei der CO2-Reduzierung

Nachhaltige Gebäude für das Arbeiten und Wohnen zu fördern, ist ein weiterer Agendapunkt der Allianz. Denn nicht der Flugverkehr oder der Individualverkehr, sondern Gebäude bieten das größte Einsparpotenzial hinsichtlich der Reduktion von CO2: 80 Prozent der Energie, die unnötig verbraucht wird, lässt sich in Häusern, Hallen, Rechenzentren und Co. einsparen.

Die CEO Alliance for Europe’s Recovery, Reform, and Resilience ist für uns ein logischer weiterer Schritt zur Erfüllung der ambitionierten Klimaziele des Pariser Klimaabkommens. Und auch wenn wir vor kurzem von Corporate Knights als nachhaltigstes Unternehmen der Welt ausgezeichnet wurden, so bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, eine nachhaltige Gesellschaft und Wirtschaft zu gestalten, in der wir und die nachfolgenden Generationen leben wollen.

In Gebäuden lässt sich dank Automatisierung sehr viel CO2 einsparen.

Daher begrüßen wir den Zusammenschluss und gehen gemeinsam mutige und wichtige Schritte, um Anreize für die grüne Transformation zu schaffen, insbesondere bei Schlüsseltechnologien und Infrastruktur. Wir bei Schneider Electric haben bereits im Jahr 2017 anlässlich der Klimakonferenz COP23 angekündigt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Zudem unterstützen wir Initiativen, die die Biodiversität fördern.  Unsere Mission ist es, allen Menschen den Zugang zu Energie und Digitalisierung zu ermöglichen – starke Partner aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind dabei willkommen.

Mehr zur CEO Alliance in unserem Newsroom

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Wie wir aus der Reduktion von Treibhausgasemissionen um 55% einen Motor für Wachstum und Innovation schaffen https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2021/01/18/european-green-deal/ https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2021/01/18/european-green-deal/#respond Mon, 18 Jan 2021 15:24:44 +0000 https://blog.se.com/de/?p=2516 2020 war ein Jahr der Meilensteine für die Europäische Union. Eine Vereinbarung über einen geordneten Brexit, ein beispielloser Recovery Plan in Höhe von 750 Mrd. EUR und der Investitionsvertrag mit... Read more »

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2020 war ein Jahr der Meilensteine für die Europäische Union. Eine Vereinbarung über einen geordneten Brexit, ein beispielloser Recovery Plan in Höhe von 750 Mrd. EUR und der Investitionsvertrag mit China gehören dazu. Die vielleicht wichtigste Entscheidung der EU war jedoch, das Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 von 40% auf 55% zu senken.

Der Entschluss des EU-Klimaziels für 2030 zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent ist ein besonderer Wendepunkt und zeigt, wie der Klimawandel auch die wirtschaftliche Entwicklung in Europa beeinflusst.

Infolgedessen planen die EU-Institutionen, eine Reihe ehrgeiziger Regulierungsvorschläge zu entwickeln, um Nachhaltigkeit auf breiter Front umzusetzen. Die EU wird in den kommenden Jahren 30 bis 50 Vorschriften ändern und / oder hinzufügen, was erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesellschaften haben wird, von der Gestaltung von elektrischen Batterien bis hin zu den Subventionen für Landwirte. Insbesondere die EU-Rechtsvorschriften zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz müssen ebenfalls erheblich verbessert werden.

Konkret bedeutet dies, dass die EU nach Ansicht von Experten die Energieerzeugung durch Kohle bis zu diesem Datum fast vollständig auslaufen lässt. Was wiederum bedeutet, dass Gebäude und der Elektrizitätssektor den größten und kostengünstigsten Beitrag zur Emissionsreduzierung von 55 Prozent leisten werden. In der EU müssen bis 2030 35 Millionen Gebäudeeinheiten renoviert werden.

Der nach der ersten COVID-19-Welle in Europa beschlossene Recovery Plan wird die Investitionen in diesem Bereich ankurbeln, da innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als 37% des Konjunkturpakets in Höhe von 750 Mrd. EUR auf klimabezogene Themen in der EU ausgerichtet sein müssen.

Das Erreichen des 55% -Ziels stellt jedoch auch eine „erhebliche Investitionsherausforderung“ dar, warnt die Europäische Kommission. Die Investitionen in saubere Energie müssen um „rund 350 Mrd. EUR pro Jahr“ erhöht werden, um das neue Ziel für 2030 zu erreichen.

Der Recovery Plan wird einen Teil der Lücke füllen, jedoch nicht vollständig. Daher sind regulatorische Signale, die ein hohes Maß an Ehrgeiz und wirtschaftliche Attraktivität verbinden, entscheidend, um massive private Investitionen zu erzielen: „Die Wirtschaftlichkeit einer tieferen Dekarbonisierung ist entscheidend, um den Prozess in Gang zu halten“, wie Simone Tagliapietra vom EU Think Tank für Wirtschaftsfragen „Bruegel“ in seinem Blog argumentiert. Wenn es richtig gemacht wird, könnte das europäische Green Deal einen Dominoeffekt auf das haben, was andere Länder der Welt tun werden. Das ist der Vorteil des „First-Mover“.

Es gibt Beispiele, die zeigen, dass Europa das Investitionsrennen gewinnen kann, indem es ein sehr starkes politisches Signal sendet. Zum Beispiel gibt Europa dank der gemeinsamen Anstrengungen der EU-Institutionen und der Mitgliedstaaten Milliarden Euro darin aus, Asien in der Produktion von Batterien zu schlagen. Europa hat 2019 60 Milliarden Euro investiert, satte 19-mal mehr Geld als 2018. Dennoch: In Europa fehlen Hersteller, die marktführend im Bereich der Batterieproduktion sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der wichtigste Erfolgsfaktor des EU-Green Deals darin besteht, dass es die Art von High-Tech-Unternehmen hervorbringen könnte, die Europa dringend benötigt, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Eine Neujahrsresolution für Europa muss sein, dass das Ziel einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 55% bis 2030 zu massiven Investitionen in Schlüsselsektoren wie Gebäudesanierung und Elektrifizierung führt, in denen Digital und Innovation im Mittelpunkt der Bemühungen stehen.

Übrigens: Der Tomorrow Rising Fund von Schneider Electric unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung finanzieller Härten durch die COVID-19-Krise. Wir freuen uns über jede Spende!

Alles zum Thema Nachhaltigkeit auch auf unserer Website: Hier weiterlesen.

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Vier Dinge, die man in elf Jahren internationaler Arbeit bei Schneider Electric lernt https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2017/11/03/international-arbeiten/ https://blog.se.com/de/erneuerbare-energie/2017/11/03/international-arbeiten/#comments Fri, 03 Nov 2017 12:02:08 +0000 http://blog.schneider-electric.de/?p=931 Milliarden Watt Solarstrom gingen durch seine Hände. Ingo Ernst, ehemaliger Director Solar Central Europe, bei Schneider Electric ist um die Welt gereist, um Solarstrom im großen Rahmen möglich zu machen... Read more »

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Milliarden Watt Solarstrom gingen durch seine Hände. Ingo Ernst, ehemaliger Director Solar Central Europe, bei Schneider Electric ist um die Welt gereist, um Solarstrom im großen Rahmen möglich zu machen – ein enormer Erfahrungsschatz. Wir zeigen vier wichtige Erkenntnisse aus elf Jahren internationaler Arbeit.

Nicht oft begegnet man Personen, die so stark in den Reifeprozess einer Technologie involviert waren. Ingo Ernst, ehemals Director Solar Central Europe, war und ist immer noch verantwortlich für Großprojekte in der Solarbranche. Groß heißt bei Ingo eine Anlage von mindestens einem Megawatt, also einer Millon Watt. Nach oben ist die Skala offen. „The sky is the limit“, sagt er lachend selbst. Durch seine Tätigkeit war er in vielen Ländern unterwegs, hat viel von der Welt und von Schneider Electric gesehen. Wir haben ihn nach seinem Erfahrungen gefragt und präsentieren vier Erkenntnisse, die er in elf Jahren seines globalen Einsatzes bei Schneider Electric gesammelt hat.

1. Es gibt immer einen neuen Markt

Für Schneider war Deutschland der erste wirklich große Markt für Photovoltaikanlagen. Und als Deutschland sich technische Richtlinien für Solarstrom überlegt hat, waren Schneider Electric und Ingo Ernst schon da. Gemeinsam mit dem Energieversorgern und Gleichgesinnten arbeiteten sie an technischen Standards für die Errichtung und den Anschluss von Photovoltaikanlagen, brachten sich mit ihren Ideen und Philosophien und vor allem viel Wissen ein. Als schließlich andere Länder in ihren eigenen Solarmarkt investierten, schauten sie natürlich nach Deutschland. „Deutschland hat ja einen guten Ruf, was Technik betrifft“, so Herr Ernst, „So haben sich viele von uns beraten lassen, die dem nacheifern wollten.“

So gingen Ernst und sein Team nach England, als die dortige Regierung anfing Solarstrom massiv zu fördern und setzen dort ihr in Deutschland gewonnenes Knowhow ein. Vom Vertrieb wechselte Ingo Ernst mit diesem Auftrag in eine internationale Organisation bei Schneider Electric. „Mein Chef saß plötzlich in Frankreich und nicht mehr in Deutschland und alle Meetings wurden auf Englisch abgehalten“, so Ernst, „Das war schon ein ziemlicher Sprung, natürlich auch für meine Karriere.“

Als der Markt in England nach und nach stagnierte, verlagerte sich der Fokus von Schneider Electric und diverser deutscher Kunden auch nach Osten. Polen, Tschechien, Bulgarien und auch Rumänien  bis das Schneider Electric Team sogar in Kasachstan arbeitete. „Kein Land, was man bei Solarstrom im gleich Kopf hat, aber dasselbe gilt für England“, lacht Ernst. Die kasachische Regierung wollte bis zu ihrer Expo 2017 700 Megawatt erneuerbare Energieträger aufbauen. „Da ist die kasachische Regierung direkt auf uns zugegangen. Tatsächlich war unser Projekt dann das Einzige, was rechtzeitig zur Expo fertig war.“

Photovoltaikfeld in der kasachischen Steppe

2. Internationalität ist alles!

Bei der internationalen Zusammenarbeit lernte Ingo Ernst schnell die weltweiten Organisationen von Schneider Electric kennen. „Mir ist da eine sehr offene Kultur begegnet“, sagt er, „Natürlich muss man dem ein oder anderen erklären, dass wir ihm nichts wegnehmen. Die Meisten aber sind sehr interessiert und auch neugierig auf neue Technologien und realistisch genug, dass sie das nicht selber stemmen können. Die sind dann auch begeistert, was wir alles umsetzen können!“

Transformatoren warten auf den Einsatz

Hier wird der gewonnene Strom in das Netz eingespeist

Nicht nur daran ist zu spüren, dass Schneider Electric ein internationales Unternehmen ist. „In meinem Team waren Leute aus acht verschiedenen Ländern: angefangen bei Leuten aus Israel, Tschechien, Polen, Frankreich oder aus der Türkei. Ein Techniker ist zwischendurch krank geworden. Da haben wir fix einen neuen Mitarbeiter aus Singapur bekommen. Das ist das Tolle an so einem weltweit tätigen Konzern. Unserem Kunden ist auf jeden Fall die Kinnlade herunter gefallen.“ Ein Pluspunkt eines Unternehmens dieser Größe, für Kunden wie auch für Kollegen.

3. Es gibt nicht den einen Weg zu Schneider Electric

Die Kollegen aus Ingos Team waren in dieser Zeit relativ jung. Und während er sich als Führungskraft heute langsam aus diesen Projekten zurückzieht, machen sie weiter und bauen die Nutzung von Solarenergie auch in anderen Ländern aus. „Zum Teil bestand mein Team aus studierten Elektrotechnikern“, sagt Ingo Ernst, „andererseits waren auch Mitarbeiter dabei, die eine Ausbildung zum Techniker absolviert hatten, einen studierten Betriebswirt gab es auch.“

Er selbst hat zunächst eine Ausbildung zum Elektroinstallateur gemacht und hängte ein Studium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin hinten dran. Mit dem Berufseinstieg war er zunächst für einen großen deutschen Elektronikhersteller aktiv, bevor er Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens wurde. Von dort führte ihn sein Weg zu Schneider Electric. „Was ich hier wirklich zu schätzen gelernt habe, ist die Freiheit Dinge zu gestalten und umzusetzen“, sagt Ingo, „Das und die hervorragenden Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Das ist der große Vorteil eines Unternehmens, das so breit aufgestellt ist.“

4. Nachwuchsförderung denken und leben

Ingo Ernst

„In meiner Rolle als Teamleiter in einem jungen Team habe ich festgestellt, dass es eine Menge Feedbackmechanismen gibt“, sagt Ingo Ernst, „Wer hat noch Potential? Sind die Leute richtig eingesetzt? Wer sich gut eingesetzt fühlt, fair behandelt und fair bezahlt wird, der macht auch tolle Arbeit.“ Ingo Ernst selbst lehrt an der HTW Berlin verschiedene Seminare zur Elektrotechnik und betreut Bachelor- und Masterarbeiten. Ihm gefällt, dass sich Schneider Electric frühzeitig darum kümmert, sich als Unternehmen jung zu halten und sich junge, kreative Köpfe ins Unternehmen zu holen – Für ihn ist die Betreuung von Studierenden eine dankbare Aufgabe. Denn, wie er inzwischen feststellt: „Circa 90 % der Leute die bei uns Ihre Abschlussarbeiten schreiben, haben hier hinterher auch einen Job.“

Schneider Electric – Ein Koloss mit unendlichen Möglichkeiten

Eine Unternehmensgröße mit ca. 145.000 Kolleginnen und Kollegen weltweit mag von außen vielleicht behäbig wirken, tatsächlich bietet ein Konzern aber schier unendliche Möglichkeiten. Wie Ingo Ernst betont, hat er in seinen Projekten stets die Freiheit gehabt, Entscheidungen zu treffen und flexibel zu agieren. Internationale Großprojekte mit einem jungen und kompetenten Team zu betreuen und dabei verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen, das geht nicht überall. Ingo Ernst ist jedenfalls jeden Tag mit Spaß bei der Sache!

 

 

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Warum Strom nicht aus der Steckdose kommt – Was ist dezentrale Energieversorgung? https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/09/11/dezentrale-energieversorgung/ https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/09/11/dezentrale-energieversorgung/#comments Mon, 11 Sep 2017 18:37:07 +0000 http://blog.schneider-electric.de/?p=810 Deutschland will in Zukunft voll auf erneuerbare Energien setzen. Dafür bedarf es ganz neuer Ansätze, denn der Strom aus der Steckdose kommt nicht mehr aus ein paar wenigen Atom-, Kohle-... Read more »

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Deutschland will in Zukunft voll auf erneuerbare Energien setzen. Dafür bedarf es ganz neuer Ansätze, denn der Strom aus der Steckdose kommt nicht mehr aus ein paar wenigen Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken, sondern aus tausenden kleiner Anlagen – denken wir nur mal an die Solarzellen, die das Dach des Nachbarn schmücken. Wie sich der Strom und der Verbrauch organisieren lassen? Das Stichwort heißt dezentrale Energieversorgung.

Paul Röger, Projektmanager im Business Development bei Schneider Electric, geht zu Fuß zur Arbeit. Seine Arbeitsstelle bei „Inno2grid“ auf dem EUREF-Campus ist nur wenige Schritte entfernt. Röger war als Projektleiter mitverantwortlich für die Schaufensterprojekte am EUREF-Campus und am Bahnhof Südkreuz in Berlin für die Zukunft der Elektromobilität. In beiden Projekten werden Photovoltaikanlagen, Ladestationen und Trafos für eine intelligente Nutzung miteinander gekoppelt, um eine nachhaltige und dezentrale Versorgung von Elektroautos zu ermöglichen. In einer Kooperation zwischen den französischen und deutschen Teilen von Schneider Electric wurde hier eine Lösung für die Elektromobilität der Zukunft entwickelt. Diese wurden im Verbundprojekt mit universitären und industriellen Partnern in Form eines Micro Smart Grids und einer intelligenten Mobilitätsstation integriert.

Stromtankstelle am EUREF Campus in Berlin

Genug Strom für die Weihnachtsgans?

Diese vom Bund geförderten Schaufensterprojekte können jedoch nur der Anfang für die zukünftige Energieentwicklung Deutschlands sein. „Bei Strom ist es heute so, dass immer genug elektrische Energie in Form von Flexibilitäten vorgehalten wird, um alle Nutzerbedürfnisse bedienen zu können“, erklärt Röger, „Auch Heilig Abend, bei minus 20 Grad, kann ein Ofen für die Weihnachtsgans durchlaufen. Egal wie das Nutzungsverhalten ist: Im Kraftwerk wird einfach, im wahrsten Sinne des Wortes, noch eine Kohle drauf gelegt.“ In Zukunft wird es mit den regenerativen Energien viel schwieriger werden diese Reservekapazität bereitzuhalten. Energiespeicher werden benötigt, ebenso wie eine intelligente Steuerung. Beispielsweise sollte, während die Weihnachtsgans im Ofen ist, nicht auch noch das Elektroauto laden. Vielleicht muss sogar Strom aus dem Auto zurückgespeist werden, damit genug für den Ofen da ist.

Beim Ausmalen einer dezentralen Energiezukunft ist Paul Röger eines wichtig: „Dezentral bedeutet nicht autark zu sein.“  Eine Stadt wie Berlin kann sich nicht komplett selbst mit Energie versorgen. Zwar soll so viel Energie wie möglich vor Ort erzeugt und verbraucht werden, aber es sollte auch Energie vom Land, beispielsweise aus Windparks, in die Stadt fließen. Das ist die große Krux an der dezentralen Energieversorgung: Für eine verlässliche Versorgung muss der Verbrauch organisiert werden.

Typische Stromerzeuger und Stromverbraucher in einem Netz

Daten, Daten, Daten

Für eine zuverlässige Organisation braucht es vor allem Daten und Datensicherheit. „Das sind auf der einen Seite die Verbrauchsdaten von Nutzern in Gebäuden oder E-Mobilität“, erklärt Röger. Wie viel fahren die Leute mit den E-Autos? Wie viel Strom braucht das Fahrzeug, wenn es wieder an der Station liegt? Läuft der Ofen mit Weihnachtsgans? Und wie lange läuft in der Regel die Heizung? „Auf der anderen Seite bedarf es zum Beispiel Wetterdaten. Wenn sich ein schöner Tag mit herrlichen Sonnenschein ankündigt, sollte eine Batterie den Abend zuvor leer sein. Schließlich soll sie möglichst viel Energie aufnehmen können.“

Um den dezentralen Gedanken zu Ende zu denken, sollte man nicht nur elektrische Energie in Betracht ziehen. Mit Wärmepumpen kann heutzutage höchst effizient Strom in Wärme umgewandelt werden. Eine optimale Möglichkeit, um Überkapazitäten zu nutzen, wenn zum Beispiel mehr Wind weht, als Strom aus Windkraftanlagen verbraucht werden kann. Auch große Netzspeicher sind eine Alternative. „Vielfach ist heute ein Problem der Speicher, dass die Last nicht gut planbar ist“, so Röger, „Das ist die Herausforderung.“ Wo wir wieder bei den Daten wären.

Am „Erklärtisch“ bei inno2grid wird Stromerzeugung und -verbrauch veranschaulicht

„Form folgt der Funktion.“

Wie sähe also für einen Experten wie Paul Röger das optimale Szenario aus, um dezentrale Energieversorgung zu organisieren? Welche Voraussetzungen braucht man, um erneuerbare Energien, Verbraucher, Speicher und Daten sinnvoll zu kombinieren? „Gute Frage!“, lacht Röger, „Das zu beantworten ist im Prinzip meine tägliche Arbeit.“ Sein Job ist es, Investoren von Arealen oder Gebäuden im Hinblick auf dezentrale Energieversorgung zu beraten. „Dezentral wird da zum Erfolgsfaktor, wo es nicht auf die Energieversorgung beschränkt wird“, so Röger, „Wenn man gesamtheitliche Konzepte für Areale, also Wohnquartiere oder ein Unternehmensstandort, erstellt und wo man auch Menschen trifft, die sich mit Energieversorgung auseinandersetzen wollen.“  Es kommt also darauf an, vorher zu wissen, wie das Nutzungsszenario aussieht. Also wie die Menschen dort leben, arbeiten und Strom verbrauchen. „Darauf baut man dann Schaltanlagen, Transformatoren, Produktionsanlangen, etc. oben auf, die sich nach den Nutzerdaten und dem Betriebsverhalten richten. Die Form folgt der Funktion“, fasst Röger zusammen.

Vom Praktikanten zum Projektleiter

Schlecht dagegen sind standardisierte Lösungen. Das Geheimnis einer dezentralen Lösung ist, dass sie individuell an die Gegebenheiten angepasst wird. Rögers Spezialgebiet. Seit 10 Jahren ist er nun schon bei Schneider Electric, und das obwohl er erst 30 Jahre jung ist. Begonnen hat alles mit einem Praktikum. Das Aufgabengebiet und die Themen haben so gut gepasst, dass sich Röger dazu entschied, ein duales Studium zu beginnen. Im Betrieb erhält er die Ausbildung zum Elektroniker sowie sein Diplom in „Elektrotechnik elektrische Energietechnik“. Schon während seiner Ausbildung erhält Röger Einblicke in konkrete Projekte, ist auf Baustellen, in Umspann- Kraftwerken und InfrastrukturanlagenNach Ausbildungsende kann er so direkt als Projektingenieur einsteigen.

Paul Röger

Langsam wächst seine Verantwortung von Basisaufgaben hin zum ersten großen Projekt: Die Verbindung eines Umspannwerks mit einem großen Solarpark bei Schwerin. So wird Röger nach und nach zum Experten für dezentrale Energieversorgung und steigt schließlich im Schneider Electric Startup „Inno2Grid“ als Projektleiter ein. Sein Aufgabengebiet: Individuelle Lösungen der dezentralen Energieversorgung finden. „Der Job macht mir super viel Spaß. Im Prinzip jeden Tag. Tatsächlich sehe ich mich auch als Botschafter und erzähle Freunden gerne, was sich in der Versorgung ändern muss“, sagt Röger, „Das ist auch eine tolle Sache, dass es eben nicht nur arbeitsmäßig interessant ist, sondern auch so viele Leute umtreibt: Was braucht man für Technik, um zukunftssicher zu werden?“ Eben, weil der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt.

 

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Smarte Gebäude – Mit Intelligenz und Effizienz in die Zukunft https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/07/10/gebaeudeautomation/ https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/07/10/gebaeudeautomation/#comments Mon, 10 Jul 2017 09:33:38 +0000 http://blog.schneider-electric.de/?p=482 Intelligent, vernetzt und automatisiert: Immobilien leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz und Komfort. Gebäudeautomation mag für den einen oder anderen zunächst nach einer hübschen Spielerei klingen. Was soll ein Gebäude,... Read more »

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Intelligent, vernetzt und automatisiert: Immobilien leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz und Komfort. Gebäudeautomation mag für den einen oder anderen zunächst nach einer hübschen Spielerei klingen. Was soll ein Gebäude, dass sich gewissermaßen „selbst steuert“ für Vorteile bieten? Wir lassen uns von dem Schneider Electric Experten Harun Kavakli erklären, was smarte Gebäude auszeichnet und wo der Effizienz- und Komfortgewinn liegt.

Wenn Harun Kavakli an seinem Arbeitsplatz ankommt, erfüllt ihn der Stolz des Erbauers. Er arbeitet auf dem EUREF-Campus von Schneider Electric in Berlin – eine Spielwiese für Innovation, auf der alle technischen Neuheiten von Solarpanelen und E-Ladestationen bis hin zu Smart Grids und Gebäudeautomation verbaut werden. Für das Bürogebäude auf dem Campus, in dem Kavakli heute arbeitet, hat er die Gebäudeautomation gestaltet. Sein erster Neubau. Damals war er noch als Systemingenieur für Gebäudeautomation tätig. „Ich habe viele Jahre im Schwabenland gelebt, wo ja das Motto vorherrscht: ‚Schaffe, schaffe, Häusle baue.‘ Auch wenn es ein Bürogebäude ist, irgendwie ist es meins“, lacht Kavakli.

Zeemo Base am EUREF Standort Berlin – E-Mobilität trifft Nachhaltigkeit

 

Effizienz als angenehmer Nebeneffekt der Gebäudeautomation

Harun hat sich durch jahrelange Arbeit in verschiedenen Unternehmen, auch bei Schneider Electric, zum Experten im Bereich Gebäudeautomation entwickelt. Dank ihr kann die Effizienz eines Gebäudes deutlich und vor allem intelligent gesteigert werden und er ist der festen Überzeugung, dass diese Technik noch überaus wichtig für die Energiewende wird. Doch wie wird durch Gebäudeautomation Energie gespart? Kavakli erklärt uns drei Beispiele, wie Technik von Schneider Electric zur Anwendung kommt:

1. Es werde Licht: „Wir messen die Lichtintensität im Raum und dimmen entsprechend automatisch die Lampen. Wenn es draußen heller wird und mehr natürliches Licht durch die Fenster kommt, wird das elektrische Licht automatisch gedimmt. Der Mensch, der an diesem Arbeitsplatz sitzt und eine gewisse Intensität zum bequemen Arbeiten braucht, merkt davon in der Regel gar nichts. Er merkt höchstens, dass es ohne Unterbrechung angenehm beleuchtet ist.“

Raumluftsteuerung in verschiedenen Gebäudebereichen

2. Ganz nach Bedarf: „Denken wir an einen Bürokomplex: Wenn ich einen Raum in einem Büro belege, wird er zu meinem Komfort gehalten, sprich, in angenehmer Temperatur und Beleuchtung. Ist der Raum ungenutzt, macht es keinen Sinn, dort zu heizen, zu kühlen oder das Licht anzuschalten. Wir nennen das die „bedarfsgerechte Steuerung“. Wenn ich den Raum verlasse, schaltet er sich in den Ruhezustand. Das Licht geht aus. Die Heizung oder die Klimaanlage regelt sich herunter. So wird nur Energie in Räume gesteckt, die auch genutzt werden.“

Übersicht unterschiedliche Temperaturen nach Stockwerken

3. Durch Jalousien Energie sparen: „Es ist Sommer, die Sonne scheint direkt in die Fenster eines Büros. Automatisch fahren die Jalousien herunter, wenn die Hitze von außen nicht gewünscht ist. Im Winter, wenn ich die Wärme im Raum halten möchte, und diesen Wärmeeintrag auch brauche, geschieht das Gegenteil. Durch einen Temperatursensor im Raum weiß das System: Ich müsste jetzt heizen, aber draußen scheint genug Sonne. Also öffnen sich die Jalousien, um die Wärme von draußen in das Gebäude zu leiten, anstatt die Heizkörper anzuschmeißen.“

Wetterdaten beeinflussen das Energiemanagement im Gebäude

Immer das Ganze im Blick

Heute ist Kavakli Key Account Manager für Commercial Buidlings and Districts. Dadurch hat er sein Kerngebiet, die Gebäudeautomation, sinnvoll erweitert. Gestartet als Projektingenieur brachte er sich nach zwei Jahren in das Business-Development ein. So hatte er die Möglichkeit, am Smart-Grid Startup von Schneider Electric „Inno2Grid“ mitzuarbeiten. Wie er selbst sagt: „Eine super Möglichkeit für meine Entwicklung.“ In seinem aktuellen Aufgabenbereich entwickelt er Geschäftsfelder, spricht mit Investoren und Projektplanern. Gebäudeautomation ist eine Technik von vielen, die er zur Effizienzsteigerung anbieten kann.

Von automatisierten Gebäuden profitiert auch der Klimaschutz

Das Ziel eines Investors ist selten, des Klimaschutzes wegen effizient zu sein. Es ist eher ein Nebeneffekt. Kavakli erklärt: „Effizienz wird seltener nachgefragt, eher stehen Themen der Wirtschaftlichkeit oder auch des Image im Vordergrund. Wenn ich ein Gebäude habe, das eine gewisse Zertifizierung anstrebt, ist es am Markt wertvoller. Auch ein traditionelles Unternehmen kann damit seine innovative Seite zeigen, sein Image auffrischen und sich so eine Vorreiterrolle sichern.“ Dennoch ist er überzeugt, dass die Gebäudeautomation eine wichtige Rolle im Ausbau erneuerbarer Energien übernehmen wird. „Aus welchem Grund die Technik verbaut wird, ist ja letzten Endes egal. Die Energie wird trotzdem eingespart.“

Wenn die Heizung das Wetter kennt

Wo könnte es also mit der Gebäudeautomation für die Energiewende hingehen? Kavakli ist der Meinung, dass durch die Vernetzung unterschiedlicher Produkte von der Heizung bis hin zur Jalousie das sogenannte „Internet of Things“ immer größer werde und immer mehr Möglichkeiten biete. „Da entstehen gerade erst die Business Modelle!“. Auch im Bereich des sogenannten „Smart Home“, also intelligente Technik, die jeder im eigenen Haushalt nutzen kann, sieht er viel Potential. „Wenn man diese beiden Felder nimmt und mit leicht verfügbaren Daten, wie dem Wetter zum Beispiel, kombiniert, hilft dies Energie zu sparen.“, erklärt Kavakli. Wie das aussehen könnte? Wenn die Heizung im Haus mit dem Internet verbunden ist, kann es das Wetter aus dem Internet abrufen. Das System erkennt, dass es ein warmer Tag werden soll und überlässt das Aufwärmen des Gebäudes der Sonne. Und spart so Energie.

Immer Luft nach oben

Hört man Harun Kavakli über die Projekte und Möglichkeiten reden, merkt man schnell, dass er gerne in größeren Zusammenhängen denkt. Für ihn ein Grund nach seinem Ingenieursstudium im Maschinenbau noch ein Wirtschaftsstudium anzuschließen. „Ich hatte immer vor, etwas draufzusatteln, das nicht nur Ingenieurstudiengang ist. Eine Ingenieurstätigkeit ist super, damit kann man sehr viele Probleme lösen, aber der Gesamtzusammenhang, das große Bild, das fehlte mir.“ Auf seinem Schreibtisch liegt deshalb gerade seine Masterarbeit im Studiengang Innovation und Management.

Harun Kavakli

Es ist klar: Harun Kavakli lernt nie aus. Fragt man ihn, warum er sich für Schneider Electric entschieden hat, erklärt er die Offenheit der Systeme habe ihn fasziniert. Alle Produkte, die von Schneider auf den Markt kommen, sind so erstellt, dass sie auf verschiedene Weise in den unterschiedlichsten Anwendungen genutzt werden können. Warum er jeden Tag gerne ins Büro kommt? Das Umfeld und die Entwicklungsmöglichkeiten für jeden einzelnen Kollegen. „Was ich außerdem so in keiner anderen Firma, bei der ich je war oder auch mal reingeschnuppert habe, gesehen oder erfahren habe: Wie kollegial, agil, offen und freundschaftlich der Umgang mit den Kollegen hier ist“, sagt Kavakli. Ein perfektes Umfeld für Wachstum.

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Autarke Energieversorgung – Sind wir bereit, uns abzukoppeln? https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/06/11/autarke-energieversorgung/ https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/06/11/autarke-energieversorgung/#respond Sun, 11 Jun 2017 06:21:32 +0000 http://blog.schneider-electric.de/?p=404 Schneider Electric Experte Carl Tille ist überzeugt: In Zukunft wird sich die Selbstversorgung mit Energie nicht nur in immer mehr Haushalten durchsetzen, die „autarke Energieversorgung“ ist sogar für die Umsetzung... Read more »

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Schneider Electric Experte Carl Tille ist überzeugt: In Zukunft wird sich die Selbstversorgung mit Energie nicht nur in immer mehr Haushalten durchsetzen, die „autarke Energieversorgung“ ist sogar für die Umsetzung der Energiewende notwendig. Wir haben uns mit ihm getroffen und über energieautarke Systeme, politischen Willen und seine 25-jährige Laufbahn bei Schneider Electric gesprochen.

Hallo Herr Tille. Einmal vorneweg: Wie würden Sie Ihren Beruf jemandem erklären, der keine Ahnung von der Materie hat?

Bei Schneider Electric arbeite ich im Business Development, also der Geschäftsentwicklung. Ich versuche über alle Bereiche hinweg, Kunden für Schneider Electric zu gewinnen.

Carl Tille

Können wir kurz über Ihre Laufbahn reden? Welchen Hintergrund haben Sie?

Ich bin gelernter Elektriker und habe anschließend an der Fachhochschule Hannover Elektrotechnik studiert. Zusätzlich habe ich eine Ausbildung zum Elektro-Meister gemacht. Seit 1983 bin ich Dipl. Ing. der Elektrotechnik. Meinen ersten Job hatte ich einem Unternehmen, das damals schon Energieeffizienz durch Wärmepumpen schaffen wollte. An dem Punkt, an dem wir heute sind, waren wir also schon mal. Später war ich dann bei einer Firma für Interfacetechnik. Anschließend habe ich in den USA große Generatoren für Wasserkraftwerke verkauft, bis ich schließlich, vor 25 Jahren, bei Merlin Gerin angefangen habe. Merlin Gerin wurde dann durch Schneider Electric übernommen.

Es soll in unserem Gespräch heute um energieautarkes Leben, beispielsweise in Wohnsiedlungen, gehen. Was verstehen Sie unter dem Begriff „Energieautarkes Leben“?

Eigenerzeugung von Energie, sei es Strom, Wasser oder Wärme. Was die Selbstversorgung mit Strom betrifft, sollte vieles klar sein. Aber auch Wasser aus der Regentonne oder Grundwasser kann man nicht einfach benutzen. Es muss aufbereitet werden. Die benötigte Aufbereitungsanlage inkl. Pumpe könnte man dann zum Beispiel mit Solarstrom betreiben und das Wasser mit der Sonnenenergie auch gleich aufheizen. Bestenfalls hat man dann noch einen Energiespeicher im Haus – damit ist man im Prinzip schon autark.

Stromerzeuger und -verbraucher in einem Stromnetz

Sie präsentieren Investoren die Möglichkeiten, die Schneider Electric Technologie bietet und finden Lösungen für die Kunden. Interessieren sich heute schon Investoren für autarke Systeme?

Äußerst selten. Für den Investor sind in erster Linie die Entstehungskosten interessant. Die Verbrauchskosten interessieren da erst in zweiter Linie. Alles das, was zur Zeit mehr Kosten verursacht, als die Standard-Techniken, ist aktuell noch schwer zu vermarkten, aber das Interesse wächst und wir sehen immer öfter innovative Investoren.

Welche Technik ist denn notwendig, um ein energieautarkes Leben zu ermöglichen?

Man benötigt ein Solarpanel, einen Wechselrichter, der aus dem Gleichstrom des Solarpanels Wechselstrom für den Haushalt macht und einen Energiespeicher, also zum Beispiel eine Batterie. Zusätzlich bräuchte man einen Schalter, der die zu versorgende Einheit vom konventionellen Netz abkoppelt, damit das Haus unabhängig davon im Inselbetrieb weiter mit Strom versorgt wird. Für das vorhandene Elektroauto bedarf es dann noch einer Ladestation. Für alle Fälle sollte man noch ein Windrad aufbauen, um auch erneuerbare Energie zur Verfügung zu haben, wenn gerade keine Sonnenenergie zur Verfügung steht. Überschüssige Energie, also der Strom, der nicht mehr von der installierten Batterie oder dem Elektroauto aufgenommen werden kann, nutzt man dann um den Warmwasserspeicher aufzuheizen. Diese Energie kann man dann zum Beispiel in die Heizung einspeisen, um die Wärmepumpe zu unterstützen. Dann habe ich, wie eben schon gesagt, meine Pumpe für den Brunnen und mein aufgefangenes Regenwasser benutze ich für die Toilettenspülung.

Bei all dieser Technik, wo steckt denn da Schneider mit drin?

Wir werden oft gefragt, was Schneider Electric eigentlich macht. Leichter zu erklären ist, was Schneider Electric nicht macht: Wir erzeugen nämlich keine Energie und wir verbrauchen keine Energie. Wir haben nicht den Verbraucher mit der Energieklasse A und wir haben nicht das Solarpanel oder den Generator im Programm. Unser Leistungsspektrum beginnt, nachdem die Energie erzeugt wurde, sei es durch ein Solarpanel oder durch einen Generator und endet an der Steckdose. Dazwischen machen wir die Energie durch unsere Technik und Lösungen verfügbar, sauber und zuverlässig und können durch unsere Steuerungstechnik sowie Energiemanagementsysteme etc. bis zu 30 Prozent der Energie einsparen.

Was müssen diese Netze zwischen den Geräten denn leisten können? Sind „smarte Netze“ erforderlich?

Ja na klar. Alle unsere Geräte können miteinander vernetzt werden und die Vernetzung der Dinge ist komplett in unserem Alltag angekommen. Die Geräte können kommunizieren; es muss nur jemand mit ihnen kommunizieren. In einem intelligenten Stromnetz kommunizieren die Geräte, Erzeuger und Verbraucher, miteinander. Das nennt sich „Smart Grid“. Wir sind mit unseren Geräten und Lösungen „Smart Grid-Ready“.

Was meinen Sie damit?

Wenn ich wieder bei der Autarkie bin, muss ich darauf reagieren, wenn ich zu viel Energie habe: Es scheint zu viel Sonne und es weht zu viel Wind für das, was ich verbrauche. Im Moment schalten wir in diesem Fall, deutschlandweit betrachtet, einfach ab. Oder Deutschland verkauft den Überschuss für wenig Geld nach Frankreich. Wenn wir da intelligente Netze hätten, könnten wir das Übermaß an Strom ganz einfach in einen Energiespeicher leiten oder in ein Elektroauto. Aber für solche Netze müssen alle wollen, auch auf politischer Ebene, und alle müssen miteinander reden. Wir bei Schneider Electric sind jedenfalls soweit.

 

„Wir brauchen neue Geschäftsmodelle, um den Einnahmeausfall für Staat und Energieversorger, der durch Selbstversorger verursacht wird, zu kompensieren.“

 

Mal angenommen, ich habe ein energieautarkes Haus, mit Batterie und Solarpanel und allem. Muss ich mit starken Schwankungen in der Versorgung rechnen?

Die Versorgung ist ja da, aber die Energie muss gemanaged werden. Wenn nicht genug Energie zur Verfügung steht, dann können nicht alle Verbraucher im Haus gleichzeitig betrieben werden. Sprich, ich kann nicht gleichzeitig die Waschmaschine laufen lassen, den Trockner benutzen, dann dazu etwas auf dem Elektroherd zubereiten, dabei die Sauna schon mal aufheizen lassen und parallel das Elektroauto aufladen! Mit einem Energiemanagementsystem kann man dafür sorgen, dass die Verbraucher gesteuert werden gehen – intelligent, je nachdem wie viel Energie zur Verfügung steht.

Private Stromerzeugung mit Solarpanels

Das macht übrigens auch schon Sinn, wenn die Anlage nicht autark ist. Es gibt Bedarfsspitzen, beispielsweise in der Halbzeitpause eines WM-Finals, wenn alle gleichzeitig auf die Toilette gehen. Da gerät das Wassernetz an seine Grenzen. Das gleiche gilt auch für das Stromnetz: Wenn ganz viele Geräte gleichzeitig am Netz sind, ist das eine starke Belastung. Mit intelligenter Steuerung sowie Energiemanagement könnte man diese Lastspitzen vermeiden.

Könnten wir heute schon so ein Projekt verwirklichen?

Ja!

In Deutschland?

Ja!

Ist der Preis das bislang größte Problem für die Umsetzung solcher Projekte oder gibt es auch Hindernisse aus politischer Sicht?

Ja, zum einen ist es zu teuer für den Investor. Auf der anderen Seite ist es von der Politik noch nicht so richtig gewollt. Es müssen neue Geschäftsmodelle entstehen, um den Einnahmeausfall für Staat und Energieversorger, der durch Selbstversorger verursacht wird, zu kompensieren.

Wie stellen Sie sich die Zukunft vor? Wird es mehr energieautarke Siedlungen abseits der Standardversorgung geben? Ist dies eventuell sogar notwendig?

Das geht ja mit den Solaranlagen los, die jetzt überall auf den Dächern zu sehen sind. Die große Herausforderung der Energiewirtschaft wird das Umstellen von einem Kraftwerk, das am Anfang des Netzes steht und seine Energie zum Verbraucher bringt, zu einem Zwei-Wege-Netz umzubauen. Der Endkunde verbraucht nicht nur Strom wie in der Vergangenheit, er produziert auch Strom. Das Stromnetz wird so immer dezentraler, es wird von allen Seiten Energie ins Netz gespeist. Da wird es notwendig, dass auch alle Teilnehmer miteinander vernetzt werden. Im Moment kann der selbstproduzierte Solarstrom, der „unabgestimmt“ ins Netz gespeist wird, zu einem  Störfaktor werden. Nicht umsonst wurde die Eigenverbrauchsvergütung erhöht, um das Netz nicht unnötig zu belasten.

„Klassische“ Stromerzeugung im Kraftwerk

 

Großflächige Nutzung einer Solaranlage

In Zukunft kommt Strom aus allen Richtungen, von Wind, Solar, Wasserkraft oder Biogas. Das macht die Steuerung viel schwieriger. Auch da werden neue Modelle entstehen. Mieterstrom zum Beispiel: Der Nachbar hat ein Solarpanel und produziert mehr Strom als er verbraucht. Warum nicht diese Energie an seinen Nachbar ausleihen, so wie man heute Eier beim Nachbarn borgt? Nur muss der Gesetzgeber die heute bestehenden Regularien dafür anpassen. Gerne Lade ich Sie nach Berlin auf den EUREF-Campus (Europäisches Energie Forum) ein. Dort erklären wir an Modellen die Energiewende und wie wir sie umsetzen.

Sie sind jetzt schon seit 25 Jahren bei Schneider Electric. Was meinen Sie, ist für Sie der Hauptgrund, weshalb Sie schon so lange dabei sind?

Bei Schneider ist einfach immer Innovation, immer gibt es was anderes und neues, nie ist es langweilig gewesen. Wir sind mit den verschiedenen Bereichen wie eine große Patchwork-Familie. Das ist, als hätte ich in den 25 Jahren 25-mal die Firma gewechselt.

Abschließende Frage: Haben Sie Spaß an ihrem Job?

Aber natürlich! Das hat man hoffentlich in unserem Gespräch gehört. Es ist natürlich ab und zu mal rumpelig, aber im Großen und Ganzen ist wirklich alles gut.

 

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Wussten Sie’s? 5 Dinge des Alltags, in denen Schneider Electric steckt https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/05/09/5-dinge-des-alltags-in-denen-schneider-electric-steckt/ https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/05/09/5-dinge-des-alltags-in-denen-schneider-electric-steckt/#respond Tue, 09 May 2017 09:53:18 +0000 http://blog.schneider-electric.de/?p=175 Überall vorhanden, unverzichtbar, aber vielen völlig unbekannt. Als Weltkonzern in der Industrie ein anerkannter Name, hat Schneider Electric außerhalb der B2B-Landschaft mit Facetten eines „Hidden‑Champions“ zu kämpfen: Obwohl die Produktpalette... Read more »

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Überall vorhanden, unverzichtbar, aber vielen völlig unbekannt. Als Weltkonzern in der Industrie ein anerkannter Name, hat Schneider Electric außerhalb der B2B-Landschaft mit Facetten eines „Hidden‑Champions“ zu kämpfen: Obwohl die Produktpalette riesig ist und jedem im Alltag begegnet, sind die Produkte selbst eher unbekannt. Wir präsentieren fünf Schneider Electric-Produkte, die nicht direkt sichtbar, aber unverzichtbar sind.

Würde man einen Passanten in der Innenstadt von Düsseldorf fragen, für welche Produkte Schneider Electric bekannt ist, wüssten wahrscheinlich die wenigsten Befragten eine Antwort. Selbst Berufseinsteiger im Unternehmen haben anfangs keine Vorstellung. „Die kommen hier an und glauben manchmal, Schneider ist ein Computerhersteller und sind dann völlig überrascht, dass Schneider auch Elektromobilität möglich macht“, erzählt Udo Berwald, Senior Trainer am Schneider Electric Standort in Ratingen bei Düsseldorf. Er kennt alle Produkte, schult Kunden und Kollegen zur Produktpalette und zu Lösungen. Wir begleiten Udo Berwald einen Tag und lassen uns zeigen, wo er Schneider Produkte sieht, die andere übersehen.

1. Autowaschanlage

Udo Berwald verbringt vielleicht 15 Prozent seiner Arbeitszeit im Büro. Das auch nur, weil Kundentermine und Schulungen vorbereitet werden müssen. Heute fliegt er vom Flughafen Düsseldorf nach Berlin. Bevor er sich auf den Weg zum Flughafen macht, hat er sich die Zeit genommen, den Schmutz langer Autofahrten von seinem VW Passat waschen zu lassen. Er fährt in eine von vielen Autowaschanlagen und erkennt sofort mehrere Komponenten, aus der Schneider Electric Produktpalette.

Komponenten für Tankstellen und Autowaschanlagen

Die Steuerung der Bürsten sorgt dafür, dass die sich nicht einfach nur drehen, sondern in verschiedenen Geschwindigkeiten, Richtungen und Winkeln den Wagen auf Hochglanz bringen. Die Düsen brauchen eine Drucksteuerung und alles wird elektronisch geregelt. Vom Fahrtband, einem Schneider Produkt, biegt Berwald zurück auf die Fahrbahn.

2. Flughafentechnik

In der Regel sind die Außendiensttermine mit dem Auto erreichbar, manchmal muss es aber auch ein Flug sein. Auch wenn ihm das Reisen Spaß macht, freut sich Berwald auf das, was die Zukunft verspricht: „Dank digitaler Schulungen können wir heute 300 Leute an fünf Standorten in Deutschland gleichzeitig Schulen. Man stelle sich einmal vor, wie viel Manpower dafür nötig wäre. Das ist unbezahlbar!“ Über die Fluggastbrücke erreicht er den Flieger. Möglichst nah an das Flugzeug muss diese zentimetergenau gesteuert werden. Das passiert natürlich im Hintergrund, während die Fluggäste ungeduldig in unbequemen Sesseln warten. Im Vorbeigehen erkennt Berwald: Die Steuerungseinheit, die den bequemen Wechsel in das Flugzeug ermöglicht: Gebaut von Schneider Electric.

Schneider Electric Technologie am Flughafen

3. Windkraftanlagen

Während sich das Flugzeug gegen den Wind stemmt und sich von der Startbahn löst, erscheinen in der Ferne weiß rotierende Flügel, die den Wind in elektrische Energie verwandeln. „Also man könnte sagen, Schneider Electric steckt in jeder Windkraftanlage, wobei wir nicht die Windkraftanlage selbst bauen, sondern Komponenten herstellen, die das Management des erzeugten Stroms ermöglichen.“, sagt Berwald. Zunächst denkt man natürlich an das Kerngeschäft von Schneider. Irgendwie muss der Strom von dem massiven Dynamo hinter den Rotorblättern den spargelartigen Turm herunter über die Leitungen zum nächsten Umspannwerk und schließlich zum Verbraucher. An all diesen Stationen sitzen Produkte und Lösungen von Schneider Electric, von Leistungsschalter, über Trafo bis zum von Schneider Electric gebauten Umspannwerk selbst. Worüber sich jedoch die Wenigsten Gedanken machen: Auch Windkraftanlagen wollen gewartet werden. Dafür fahren Techniker mit einem Aufzug in den Kopf der Maschine. Schneider stellt zum Beispiel die Sensoren her, die erkennen, wo sich der Aufzugkorb in der Anlage befindet, und ermöglicht so den sicheren und schnellen Aufstieg.

Komponenten für Windkraftanlagen

4. Gebäudetechnik

Beim Kunden angekommen betritt Berwald durch eine automatische Tür das Bürogebäude. Der Notschalter dahinter: Ein Schneider Produkt. Während er ein Seminar zur Produktpalette gibt, tobt draußen ein Gewitter. Sollte jetzt der Strom ausfallen, weiß Berwald, dass alle Daten vor Ort geschützt sind. Durch unterbrechungsfreie Stromversorgung sorgen Schneider Produkte dafür, dass Computer kontrolliert herunterfahren können und keine Daten verloren gehen. Die gleiche Technik steckt auch in vielen Krankenhäusern, die so ihre Patientendaten sichern. Ebenfalls in Krankenhäusern zu finden: Schneider Electric Technologie für die Automation von Räumen: So lassen sich Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sauerstoffgehalt, beispielsweise in einem Operationsraum regeln. Im Operationssaal und in vielen Laboren herrscht Überdruck, damit Luft von außen nicht unkontrolliert eindringen kann.

Raumautomation im Operationssaal

Aber auch die Steuerung von Klimageräten, wie sie in Hotelzimmern zu finden ist, lässt sich über Bauteile von Schneider Electric regeln „Alte Berufskrankheit: Beim Betreten eines Hotelzimmers schaue ich direkt nach, ob die Schalter von uns sind, was überwiegend der Fall ist“, schmunzelt Udo.

Klimasteuerung für Hotelzimmer

5. Ladestationen für E-Mobilität

Zurück auf dem Firmengelände in Ratingen stellt Udo Berwald sein frisch gereinigtes Fahrzeug auf den Parkplatz. Direkt daneben befinden sich die Parkboxen für Elektrofahrzeuge, einige BMW i3 und Tesla stehen hier zum Strom tanken. „Ladestationen sind mein Lieblingsprodukt aus der Produktpalette von Schneider. Die finde ich faszinierend“, sagt Berwald. Schneider produziert Ladestationen für Privatpersonen, Autohäuser oder für ganze Fuhrparks. Inzwischen werden sie mit intelligenten Netzen verbunden und mit Solaranlagen gekoppelt. „Das ist es, was meinen Job ausmacht: Immer neue Produkte, immer neue Leute.“

Ladesäulen für Elektromobilität

 

Udo Berwald – Senior Trainer bei Schneider Electric

Nach seinem Hauptschulabschluss war nicht direkt abzusehen, dass Udo Berwald einmal Verantwortung als Senior Trainer trägt. Nach einer Ausbildung zum Elektrotechniker und einigen Jahren bei Wettbewerbern in der Industrie, fängt er schließlich bei Schneider Electric an. Über den Kundendienst landet er beim Außendienst. Stets ist es ihm wichtig, Kunden Produkte und ihren Nutzen zu erklären und gemeinsam Lösungen zu finden. „Ich brenne einfach für unsere Produkte und außerdem macht es einfach richtig Spaß in der Welt von Schneider

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Bitte wenden: Wie Schneider Electric die Energiewende erfolgreich umsetzt https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/04/28/bitte-wenden-wie-schneider-electric-die-energiewende-erfolgreich-umsetzt/ https://blog.se.com/de/arbeiten-bei-schneider-electric/2017/04/28/bitte-wenden-wie-schneider-electric-die-energiewende-erfolgreich-umsetzt/#respond Fri, 28 Apr 2017 10:57:51 +0000 http://blog.schneider-electric.de/?p=116 Mit welchen Lösungen das Schneider Electric Team die Energiewende umsetzt Die von der Bundesregierung forcierte Energiewende ist eine der größten Herausforderungen, der sich ein Land je gestellt hat. Wer die... Read more »

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Mit welchen Lösungen das Schneider Electric Team die Energiewende umsetzt

Die von der Bundesregierung forcierte Energiewende ist eine der größten Herausforderungen, der sich ein Land je gestellt hat. Wer die anspruchsvollen Ziele morgen erreichen will, muss heute schon investieren. Doch welche Technik ist sinnvoll und – letztendlich noch wichtiger – ein gutes Geschäftsmodell und wie setzen wir bei Schneider Electric die Energiewende um?

Wenn sich Josef Karl morgens ins Auto setzt und zu einem Partner fährt, weiß er, was er im Blick haben muss. Deutschland hat sich einiges vorgenommen für die nächsten Jahre: Bis 2020 sollen über ein Drittel der produzierten Energie aus erneuerbaren Energien kommen. Bis 2050 sollen es sogar 50 Prozent sein. „Das werden wir wahrscheinlich übererfüllen. Die Technik ist vollständig vorhanden. Es geht jetzt nur noch um das Wie.“ Genau das zeigt er seinen Kunden: Er analysiert den Energieverbrauch vom Bürogebäude bis zur Fabrikhalle und schaut mit welcher Technik weniger Energie verbraucht oder verschwendet und somit der CO2-Ausstoß reduziert wird. Josef Karl, Business Development und Channel Manager bei Schneider Electric, ist überzeugt, die Energiewende sei zwar eine große Herausforderung aber absolut machbar.

Intelligenz statt Kupfer

Die Frage ist also das Wie. Klar ist, dass der Anteil an erneuerbaren Energien in Deutschland weiter steigen muss. Das heißt also mehr Windkraft, mehr Wasserkraft, Biomasse und Solarenergie. Das ist Schritt 1. Der nächste Schritt wird sein diese Energie zu verteilen. Karl formuliert es so: „Wie machen wir Stromnetze intelligenter, ohne unendlich viel Kupfer reinzustopfen?“ Die Idee ist folgende: Stromnetze waren früher einfach aufgebaut. Vom Erzeuger, bspw. einem Kohlekraftwerk, kommt die Energie und wandert im Kabel wie auf einer großen vierspurigen Autobahn in Richtung Verbraucher.

Mit den erneuerbaren Energien ist das nicht mehr so simpel. Der Strom wird dezentral erzeugt. Auf Dächern stehen Solarmodule, auf Feldern stehen Biogasanlagen und hier und da ist eine ganze Reihe Windkraftanlagen aufgebaut. Da der Strom nun aus vielen Richtungen in viele Richtungen muss, ist die Herausforderung, Gegenverkehr auf der Autobahn zuzulassen. Dafür könnte man das Kabel dicker machen, wie Karl sagt: „mehr Kupfer“. Damit wird die Autobahn um zwei Spuren breiter und der Gegenverkehr kann fließen. „Ich sehe aber nicht, dass wir in Städten wie Berlin sämtliche Kabel aus der Erde reißen“, sagt Karl, „Also müssen die Netze intelligenter werden. Ein Netz, in dem die Stromverbräuche und die Stromerzeugung intelligent gesteuert werden können, ohne dass Energie verloren geht, nennen wir ‚Smart Grid‘: Da Strom nicht einfach zu speichern ist, finden sich somit Wege, ihn intelligent zu verteilen, ohne Anlagen herunterzufahren, beispielsweise wenn an einem sonnigen, windigen Tag Stromspitzen durch regenerative Energie entstehen können.“

 

Von der Luftfahrt zur Beratungsinstanz

Karl weiß, wovon er spricht: Er ist derjenige, der bei Schneider zwischen neuer Technik und den Partnern steht. Mit kurzer Unterbrechung arbeitet er schon seit dem Jahr 2000 für Schneider. Eigentlich kommt er aus der Luft- und Raumfahrttechnik, hat sich zum Flugingenieur ausbilden lassen und später noch einen Maschinenbautechniker und einen technischen Betriebswirt angehängt. Gerade die letzte Ausbildung, die es ihm ermöglicht technische Entwicklungen in Zahlen auszudrücken, ist für seine jetzige Tätigkeit notwendig. „Das fehlende Elektrotechnikstudium war jedenfalls nie ein Hindernis“, lacht Karl.

Mit besserer Technik zu besseren Ergebnissen

Hier sieht Karl also die größte Herausforderung der Energiewende, in den Netzen. Direkt nachgelagert ist das Problem der Speicherung. Intelligente Verteilung heißt auch Strom, der aktuell mehr erzeugt als benötigt wird, zwischen zu speichern, um ihn dann abrufen zu können, wenn man ihn braucht. Sind diese Probleme in ihren Grundzügen bewältigt, gilt es die Energieeffizienz auszubauen. Dabei kommt zum Beispiel die Automatisierung ins Spiel. „Gebäudeautomatisierung macht dann Sinn, wenn man sektorenübergreifend denkt“, sagt Karl. Einer dieser Sätze die kompliziert klingen, aber einen simplen Zusammenhang beschreiben. Viele Produktionsstätten brauchen Strom, Wärme, Kühlung und Transport. Ein Supermarkt zum Beispiel braucht Kühlung für die Lagerung, Wärme für die Verkaufsräume, natürlich Strom für Licht und Kassensysteme und Transport, z.B. für einen Lieferservice für Senioren. Wenn man die richtigen Logiken anwendet, kann durch Automatisierung dafür gesorgt werden, dass Abwärme von Kühlung automatisch weitergeleitet in die Verkaufsräume oder überflüssiger Strom von Solarpanels in Elektroautos für den Lieferservice gespeichert wird. Interessant ist der Ansatz auch für Büros: Warum sollte eine Etage nicht erst dann freigegeben werden, wenn die erste Etage voll besetzt ist, um so Energie für Heizung oder Klimatisierung zu sparen? Die Folge ist natürlich, dass niemand mehr einen festen Arbeitsplatz hat. „Das erfordert natürlich auch Flexibilität von den Angestellten, das ist allerdings bisher noch Zukunftsmusik“, so Karl.

Smart_City_Grafik

Übersicht unterschiedlicher Stromverbraucher und Stromerzeuger in einer „Smart City“

Ein Geschäftsmodell aus Mosaiksteinchen

Für alle diese Probleme erarbeitet Karl zusammen mit Partnern wie „inno2grid“ und „Energy and Sustainability Services“ an Lösungen. Sie liefern die Mosaiksteinchen neuer Techniken, die Karl mit Kunden und Partnern zu erfolgreichen Geschäftsmodellen entwickelt. Die präsentiert er Kunden vor Ort. Mal ist er in Ratingen, mal in München, mal in Hamburg. Dennoch sagt er, die Work-Life-Balance stimme. Er arbeitet vollständig im Home-Office, genießt Freiheiten in seiner Tagesplanung. Reisen versucht er auf drei Tage die Woche zu reduzieren. „Klar hält mir meine Frau den Rücken frei, aber durch diese hervorragende Flexibilität, bin ich wirklich in der Lage, Zeit mit meinen drei Jungs zu verbringen.“

Nach einer erfolgreichen Produktpräsentation, weiß Karl, was er getan hat. Mal ist beim Kunden die richtige Lösung veraltete Trafos auszutauschen, die zu viel Abwärme produzieren. Mal braucht ein Kunde intelligente Kühlsysteme, die über verschiedene Sensoren automatisch erkennen, wann und wie ein Bürogebäude temperiert sein sollte. „Immer neue Technik, neue Vorgaben und immer neue Leuten mit unterschiedlichstem Hintergrund. Der Job wird einfach nicht langweilig“, sagt Karl, „Er macht sogar wahnsinnig Spaß!“

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