Arbeiten bei Schneider Electric

Kathrin brachte vor 4 Jahren Flex@Work mit nach Deutschland – jetzt geht sie selbst auf Reisen

Sabbatical mit Schneider Electric

Das Gras kitzelt zwischen den Zehen, die Sonne zeigt am Himmel langsam an, dass es Zeit fürs Mittagessen wird und der Espressokocher knistert leise auf dem Gasherd – es gibt wohl wenige Momente, die in Kathrin Aehlings Leben mehr nach Freiheit geschmeckt haben als dieser. Mitte April 2021 hat die 39-Jährige vorerst ihren Stift niedergelegt und ihren Laptop vom Netz genommen und ist gemeinsam mit Partner Nils und Tochter Hanna für fünf Monate ins Sabbatical gegangen. Eine Nagelprobe, denn Kathrin hat vor vier Jahren als HR-Business Partnerin das Flex@Work-Programm gemeinsam mit anderen Kollegen selbst bei Schneider Electric Deutschland mit umgesetzt. Vor ihrer Abreise hat sie mit uns über Herausforderungen, Gründe und Ziele gesprochen.

Kathrin, ursprünglich kommst du aus der Unternehmensberatung und bist vor circa acht Jahren zu Schneider Electric gekommen. Stand damals schon ein Sabbatical auf deiner Wunschliste? Was waren die Gründe für deinen Wechsel?

Kathrin Aehling: Ich hatte tolle Jahre in der Unternehmensberatung, aber als ich gemerkt habe, dass das Thema „Vereinbarkeit von Karriere und Familie“ für mich mehr in den Mittelpunkt rückt, habe ich gleichzeitig festgestellt, dass ich in der Beratung kein für mich attraktives Rollenbild für eine berufstätige Mutter finden konnte, das meiner Vorstellung entsprach. Um an den wirklich spannenden Projekten mitarbeiten zu können, arbeitete man unter vollem Einsatz und war aber die ganze Woche unterwegs. Oder aber man ging in Teilzeit, hatte aber dadurch keinen Zugriff mehr auf die interessanten Projekte und damit einhergehend – zumindest aus meiner Perspektive heraus – auch schlechtere Karrierechancen.

Gleichzeitig hatte ich Hunger auf etwas Neues. Schneider Electric kam dann eher zufällig auf den Tisch. Eine Freundin berichtete mir davon, dass SE im Bereich Talentmanagement nach einer neuen Mitarbeiterin sucht. Obwohl ich eigentlich nicht in einen Konzern wollte, bin ich zum Bewerbungsgespräch gegangen. Und dann saß ich da, hab alle meine Wünsche auf den Tisch gepackt, zum Beispiel, dass ich irgendwann mindestens ein Kind bekommen möchte, Karriere machen möchte, gerne flexibel arbeiten will und mir irgendwann vielleicht auch mal ein Sabbatical vorstellen könnte. Und mein zukünftiger Chef hat einfach ganz trocken „Deal“ gesagt. Da konnte ich quasi nicht mehr anders als zu unterschreiben, damit war die Entscheidung klar.

Nach zweieinhalb Jahren bist du dann ja auch schwanger geworden. Haben dich deine Eindrücke aus der Unternehmensberatung damals noch geprägt? Wie ist Schneider Electric mit dem Thema „Familie und Karriere“ umgegangen?

Kathrin Aehling: Ich werde nicht vergessen, als ich meiner Führungskraft von meiner Schwangerschaft erzählte und er aus vollem Herzen sagte: „Ich habe schon darauf gewartet, ich freu mich sehr für dich!“. Ich hatte mit meinem Partner vereinbart, dass wir beide uns die Elternzeit teilen und jeweils sechs Monate Elternzeit nehmen.  Mein Vorgesetzter hat mir dann die Möglichkeit eingeräumt, mir zu überlegen, ob ich meine Stelle behalten will oder aber nach den sechs Monaten auf einer neuen Stelle zurückkehren möchte. Meine Wahl war die zweite Option. So konnte ich noch ganz in Ruhe meinen Nachfolger einstellen und dann mit freiem Kopf in die Elternzeit gehen. Nach meiner Rückkehr habe ich als Senior HR Business Partnerin die HR-Verantwortung für einen Geschäftsbereich übernommen.

Als HR Business Partner hast du als Zusatzaufgabe gemeinsam mit Kollegen die Implementierung des Flex@Work-Programms bei Schneider Electric Deutschland übernommen. Was bedeutet das genau?

Kathrin Aehling: Der Konzern hatte quasi global das Flex@Work-Programm entwickelt. Ich habe gemeinsam mit den Kollegen die Strategie auf den Weg gebracht, wie wir die Vereinbarung auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland anpassen können. Anschließend ging es dann darum, mit den einzelnen Betriebsräten zu verhandeln und Flex@Work in eine Betriebsvereinbarung zu bekommen. Dafür waren viele Gespräche und Verhandlungen notwendig. Und dann ging es an die Umsetzung: Mitarbeiter und Führungskräfte schulen, erste Anträge bearbeiten und so weiter.

Kathrin hat vor vier Jahren Flex@Work bei Schneider Electric Deutschland mit an den Start gebracht. Jetzt probiert sie selbst, wie alltagstauglich das Modell ist

Am Ende ist euch das ja gelungen. Ende 2017 wurde das Flex@Work-Programm bei Schneider Electric in Deutschland implementiert. Warum findest du es wichtig, dass Flexibilität am Arbeitsplatz heute gelebt wird?

Kathrin Aehling: Für mich schwebt da immer das Bild der Waagschalen vor meinem inneren Auge: Die Anforderungen im Job und die Erwartungen, welche die Unternehmen an die Mitarbeiter stellen, sind hoch. Von mir werden jeden Tag voller Einsatz und Höchstleistung erwartet. Ich erfülle diesen Anspruch mit voller Leidenschaft und gerne, so lange ich dafür andererseits auch die Wertschätzung und ein Entgegenkommen des Unternehmens erfahre.  Ich mache gerne mal eine Überstunde und leiste überdurchschnittlich viel, wenn ich auf der anderen Seite weiß, dass ich zum Beispiel Mittwochvormittag mit meiner Tochter den Termin beim Kinderarzt wahrnehmen kann, ohne Urlaub nehmen zu müssen. Oder dass ich nicht darum kämpfen muss, dass ich mal von zuhause arbeite, weil zum Beispiel mein Kind krank ist und gleichzeitig betreut werden muss.

Flex@Work gelebt – Mit Partner Nils und Tochter Hanna macht Kathrin aktuell ein Sabbatical

 

Flexibler geht nicht – Kathrin reist mit dem Van einmal um die Ostsee

Flexibilität am Arbeitsplatz wird für mich immer mehr zum State of the Art und dazu gehört meines Erachtens auch die Möglichkeit, ein Sabbatical zu machen bzw. Unterstützung dabei zu bekommen, Familie und Karriere gut vereinbaren zu können. Wäre mir das bei Schneider Electric nicht ermöglicht worden, kann ich nicht ausschließen, dass ich damals im Bewerbungsgespräch für das Unternehmen entschieden hätte. Tatsächlich kann ich sagen, dass ich bislang bei Schneider Electric immer Vorgesetzte hatte, die mir maximale Flexibilität und damit die Vereinbarkeit von Familie und Karriere ermöglicht haben. Dass ich als Führungskraft in einem verantwortungsvollen Job (mittlerweile im Business) für fünf Monate ins Sabbatical gehen kann, ist für mich der Beweis, dass das Unternehmen es mit dem Flexibility@Work ernst meint und nicht nur Marketing betreibt.

Wie hast du das Sabbatical nun für dich vorbereitet? Wie sind die Regeln bei Schneider Electric für ein Sabbatical? Und was steht in deinen Sabbatmonaten für dich an?

Kathrin Aehling: Grundsätzlich besteht bei Schneider Electric für jeden Mitarbeiter die Möglichkeit, ein Sabbatical von bis zu einem Jahr zu nehmen. Bei sechs Monaten oder weniger haben wir ein Anrecht darauf, in unsere alte Stelle zurückzukehren. Ich habe vor rund 20 Monaten vertraglich geregelt, dass ich das Sabbatical jetzt machen kann und dann entsprechend der Betriebsvereinbarung ein Ansparmodell gewählt. 18 Monate habe ich nun nur 75 Prozent meines Gehaltes bekommen, aber Vollzeit gearbeitet. Das führt dazu, dass ich nun in den kommenden fünf Monaten meines Sabbaticals ebenfalls mit 75 Prozent meines Gehaltes bezahlt werde. Auch mein Partner Nils konnte in seiner Firma ähnliches verhandeln und so werden wir gemeinsam mit unserer Tochter Hanna rund drei Monate mit einem Campervan einmal um die Ostsee reisen. Anschließend kommt Hanna in die Schule und, um ihr einen guten Einstieg zu ermöglichen, ist es mir wichtig, sie in den ersten Schulwochen begleiten zu können. Mitte September 2021 werde ich dann zurück am Arbeitsplatz sein, so lange halten mein Team, die Kollegen und mein Vorgesetzter die Stellung.

 Vielen Dank für das Gespräch. Für wünschen euch eine tolle Reise – sammelt Erinnerungen

 

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