Arbeiten bei Schneider Electric

New and Smarter Ways of Working: Wie sich unsere Arbeitswelt durch die Covid-19-Pandemie verändert.

Seit einigen Monaten leben wir mit der weltweiten Covid-19-Pandemie, die unsere gewohnte Art zu Leben und zu Arbeiten größtenteils auf den Kopf gestellt hat. Auch die Menschen bei Schneider Electric mussten sich umstellen. Unser Konzept „New and Smarter Ways of Working“ haben wir schon vor der Corona-Zeit ausgerollt. Nichtsdestotrotz ist es aktueller und wichtiger denn je. Wir haben mit unseren Geschäftsführern Christophe de Maistre und Dieter Friedrich über die Frage: „Wie ändert sich unsere Arbeitswelt bei Schneider Electric?“ gesprochen.

Lieber Christophe, was steckt hinter dem Namen „New and Smarter Ways of Working (NSWOW)“?

Christophe de Maistre: Unser Leben ist immer mehr medialen Einflüssen ausgesetzt, ob bei der Arbeit oder zu Hause. Gerade seit der Covid-19-Pandemie wird deutlich, dass wir trotz Arbeit von zu Hause mit allen zusätzlichen Anforderungen an unsere Grenzen kommen. Wir müssen verstärkt digital vorgehen, was einerseits Flexibilität bietet, aber andererseits durch die ständige Erreichbarkeit auch zu Stress führen kann.

Unsere Flex@Work Policy ist ein wichtiger Baustein des Gesamtkonzeptes. Wir möchten unseren Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität bieten, damit sie ihre Arbeit und ihr Privatleben bestmöglich organisieren können. Auch unsere globalisierte Arbeitswelt spielt hier eine Rolle: Wir arbeiten mit Menschen rund um den Globus in unterschiedlichen Zeitzonen. Das alles erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, aber auch eine andere Kultur der Zusammenarbeit.

Warum hat Schneider Electric diese Kampagne „New and Smarter Ways of Working“ global ins Leben gerufen?

Dieter Friedrich: Ich nenne die Arbeitswelt der letzten 50 Jahre mal die „alte Welt“. Die Art und Weise, wie wir gearbeitet haben, funktioniert in unserer voll vernetzten und digitalen Gesellschaft nicht mehr. Für mich gilt das Credo: Move from working harder to working smarter!

Hierzu gibt es ein passendes Zitat von Morten Hansen, Managementprofessor an der Universität von Kalifornien (Berkeley): „… der Weg zu mehr Leistung und Wohlbefinden besteht nicht darin, mehr Stunden zu investieren, wie so viele Menschen denken (…), sondern darin, sich auf eine intelligentere Arbeitsweise zu konzentrieren. Arbeiten Sie daran, wie Sie arbeiten.“

Dieter Friedrich und Christophe de Maistre diskutieren

Dieter Friedrich und Christophe de Maistre im Gespräch

Und wie können wir unsere Art zu arbeiten ändern?

Dieter Friedrich: Aktuelle Studien zeigen: Die meiste Zeit eines Arbeitstages im Büro verbringen wir in (virtuellen) Meetings und mit der Bearbeitung von E-Mails. Daher ist es wichtig, insbesondere diese Bereiche zu optimieren. Da gibt es viele Möglichkeiten – vieles liegt auf der Hand, aber man muss es sich bewusst machen.

Um die Anzahl der E-Mails einzudämmen, muss man zunächst überlegen, wer die Information bekommen soll. Es werden oft unnötige Mails mit Empfängern in Kopie. versendet. Denk doch nur mal an die Zeit, als noch Briefe geschrieben wurden. Damals hat man genau abgewägt, wem man den Brief schickt. Fassen Sie sich kurz. Wenn Sie Dinge schneller mündlich klären können, rufen Sie an oder suchen Sie den Kollegen persönlich auf. Wenn wir alle diese einfachen Ratschläge befolgen, können wir die tägliche E-Mail-Flut eindämmen.

Christophe de Maistre: Beim Thema Meetings ist es ähnlich. Sind alle angesetzten Meetings erforderlich? Müssen alle Teilnehmer dabei sein? Kann man die Dauer der Meetings verkürzen? Ich kann es gar nicht leiden, wenn man sich während eines Meetings mit anderen Dingen beschäftigt. Dann sollte man seine Teilnahme im Voraus absagen. Oft gibt es gute Gründe dafür. Man muss sich nur trauen. Dabei müssen wir Führungskräfte natürlich Role Model sein und das auch akzeptieren.

Außerdem behindert Multi-Tasking effektives Arbeiten. Wenn wir uns nur auf eine Sache konzentrieren, kommen wir schneller voran. Ich muss mir außerdem Zeit im Kalender blocken für Arbeiten, zu denen ich Ruhe brauche oder für strategisches Denken. Dazu darf ich offline arbeiten und auch das Handy auf stumm stellen, um nicht gestört zu werden.

Inwieweit hat Covid-19 unsere Art zu arbeiten verändert?

Dieter Friedrich: Covid-19 hat die Umsetzung der NSWOW beschleunigt. Innerhalb kürzester Zeit arbeiten viel mehr Menschen von zu Hause. Man war plötzlich gezwungen, sich mit Tools wie Microsoft Teams etc. auseinander zu setzen. Einige konnten dadurch ihre Arbeit effektiver gestalten oder haben neue Arbeitsmethoden entwickelt.

Für Eltern gab es jedoch große Herausforderungen zu meistern: Home Office, Kinderbetreuung, Home Schooling – da sind viele an ihre Grenzen gestoßen. Auch die Vertriebsmannschaft hat die Zusammenarbeit mit den Kunden innerhalb einiger Wochen komplett umgestellt und ist jetzt digital nah dran, um den hohen Servicegrad kontinuierlich sicherzustellen.

Wie wird sich die Art zu Arbeiten nach Covid-19 ändern?

Christophe de Maistre: Ich denke, man muss flexible Lösungen für die Zukunft suchen. Manche arbeiten jetzt gerne öfter im Home Office, andere sind froh, endlich wieder ins Büro zu kommen. Wichtig ist, dass jeder sich so organisiert, wie er am besten und am effektivsten arbeiten kann. Natürlich soll das in Absprache mit dem oder der Vorgesetzten erfolgen. Aber die Team Leads sollen die individuellen Wünsche der Teammitglieder beherzigen. So werden die besten Arbeitsergebnisse erzielt und unsere Mitarbeitenden fühlen sich wertgeschätzt.

Dieter Friedrich: Die soziale Verbindung spielt gerade in diesen Zeiten eine große Rolle. Regelmäßige, persönliche Treffen in den Büros sind unabdingbar. Gerade nach dieser Phase von Social Distancing haben wir das Bedürfnis, wieder unsere Kollegen zu treffen, uns persönlich auszutauschen. Das alles natürlich unter Beachtung der Hygienemaßnahmen. Wenn man zu viel im Home Office arbeitet, fühlen sich viele isoliert und verlieren vielleicht den Draht zum Team.

Welche Rolle übernehmen die Führungskräfte bei NSWOW?

Christophe de Maistre: Unsere Führungskräfte sollen Arbeitspraktiken fördern, die unseren Mitarbeitenden ermöglichen, die ständige Erreichbarkeit mit gesunden und flexiblen Arbeitsmethoden auszugleichen. Die Führungskräfte treiben diese Veränderung – sie sind Role Model. Die Verhaltenskultur wird sich nur ändern, wenn sie von den Vorgesetzten vorgelebt wird. Das ist uns allen klar.

Dieter, was sind Deine persönlichen Smart Ways of Working? Wie organisierst Du Deine Zeit?

Dieter Friedrich: Insbesondere in absehbar stressigen Phasen plane ich vorab und früh meine to dos, für die ich Ruhe und Zeit benötige (Vorbereitung für mich, Konzepte, Entscheidungsgrundlagen, Präsentation, etc.). Ich blocke dafür feste Zeiten in meinem Kalender. Meine Termine habe ich nicht im Kopf – ich richte mich nach meinem Kalender. So habe ich den Kopf frei für die wichtigen Dinge. Auch plane ich Puffer zwischen Terminen ein, wohlwissend, dass ich sie in den meisten Fällen aufbrauche. Doch gerade das verhindert Stress und Hetze. E-Mails bearbeite ich in den Lücken, wenn ich das Wichtigste erledigt habe. Frühzeitige Planung und der Abschluss der to dos möglichst 1-2 Wochen bevor sie benötigt werden, gewährleisten einen Puffer für Unvorhergesehenes. So bin ich flexibel und nehme mir den Stress.

Wir sprechen auch gerne vom „Workplace of the Future“ – was ist damit gemeint?

Christophe de Maistre: So wie sich die Arbeitsweisen verändern, muss sich auch der Arbeitsplatz verändern. Der Arbeitsplatz der Zukunft wird anders aussehen. Wir sehen es bereits an unseren Standorten in Berlin und in Wien. Es gibt offene Büroflächen, Coffee-Lounges, Thinktanks, Sitzgruppen etc. Wir können überall mit unserem Laptop oder mobilen Devices arbeiten. Außerdem wird es immer mehr Flex-Arbeitsplätze geben, d.h. nicht jeder hat einen festen Arbeitsplatz.

Dieter Friedrich: Ich habe seit langem kein eigenes Büro mehr in Ratingen. Das klappt wunderbar. So bin ich auch gezwungen, abends meinen Arbeitsplatz aufzuräumen. Ich bin viel unterwegs und habe gelernt, nur das Nötige dabei zu haben. Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen noch sämtliche Dokumente in Aktenordnern abgelegt wurden.

Christophe de Maistre: Auch mit unserem zukünftigen Standort auf dem EUREF-Campus in Düsseldorf werden wir neue Maßstäbe setzen. Wir beziehen einen grünen Innovationscampus, auf dem wir von allen Vorteilen der modernen Arbeitswelt profitieren. Hohe Flexibilität, viel Kommunikation und Spaß bei der Arbeit: All das möchten wir dort unter einen Hut bringen.

Was glaubt Ihr, warum ist es heute für Arbeitgeber wichtig, moderne Standorte und flexible Arbeitskonzepte anzubieten?

Dieter Friedrich: Die Kosten und Produktivitätsverluste, die Unternehmen aufgrund von arbeitsplatzbedingten Krankheiten zu tragen haben, sind auf einem hohen Niveau und der Wettbewerb um die besten Talente verschärft sich. Die Generation der Millennials, die zunehmend das Arbeitsleben bestimmt, hat dabei – nicht zuletzt durch den technologischen Fortschritt – völlig andere Erwartungen an die Arbeitswelt. Flexibilität und Wohlbefinden sind hier wesentliche Aspekte für die jungen Bewerber.

Christophe de Maistre: Es liegt an jedem selbst, sich zu überlegen, wie man intelligenter und besser arbeiten kann. Es gibt dafür kein Regelwerk für alle – das ist sehr individuell. Wichtig ist, dass wir – im Rahmen der Möglichkeiten – jedem die Freiheit schenken, diese Entscheidung für sich zu finden und umzusetzen.

Lieber Christophe, lieber Dieter, herzlichen Dank für das Interview!

Kerstin Vella Schneider Electric

Das Interview führte Kerstin Vella.

 

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