Arbeiten bei Schneider Electric

Alexanders Weg vom dualen Studenten zum Smart Factory Leader

In dieser Woche haben die neuen Auszubildenden und Dualen Studenten ihre Karriere bei Schneider Electric begonnen. Der neue Nachwuchs mag gefördert werden. Wie der Weg eines Dualen Studenten verlaufen kann, erzählt Alexander Burg im Interview.

Lieber Alex, wer bist du? Erzähl uns von dir!

Mein Name ist Alexander Burg, ich bin 29 Jahre alt und bin seit August 2015 bei der Firma Merten und habe hier meine Ausbildung zum Industriekaufmann und das flexible Studium Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik absolviert. Ich habe vorher in Bonn Jura studiert, das Studium war aber sehr langwierig für mich und da ich auch immer gerne in der Industrie arbeiten wollte, bin ich dann über Umwege hierhergekommen. Vorher wollte ich zum Beispiel auch bei der Polizei anfangen, sich einfach mal ausprobieren.

Wie bist du dann letztendlich zu Merten gekommen?

Alexander Burg

Ich habe eine Azubibörse in der Kölner Südstadt besucht, wo ich dann bewaffnet mit 12 Bewerbungen angekommen bin und immer 5 Minuten Zeit hatte, mich vorzustellen. Mir war hierbei vor allem die Kombination aus Ausbildung und Dualem Studium wichtig. Deshalb sagte mir die Firma Merten sehr zu. Ich hatte ein persönliches Gespräch mit dem Ausbildungsleiter Burkhard Broksch und bereits zwei Tage danach kam die positive Rückmeldung, dass ich bei Merten starten darf.

Wie sah dein Weg von der Ausbildung bis zum Smart Factory Leader aus?

Neben verschiedenen Stationen, die ich im Rahmen der Ausbildung durchlaufen musste, habe ich mich bereits im zweiten Lehrjahr für freiwillige Projekte gemeldet. Auf diese Art konnte ich viele Kollegen kennen lernen, mir ein Netzwerk aufbauen und mir somit auch ein besseres Bild von den Prozessen verschaffen.

Zum Beispiel durfte ich im Rahmen der Standortverlagerung unserer alten Spritzerei von Drolshagen nach Wiehl die Prozesse digitalisieren. Das war eine coole Erfahrung und weitere Projekte folgten in den Monaten darauf. Nach einigen Monaten im Methodenteam kam es dazu, dass ich zum Smart Factory Leader geschlagen wurde (lacht).

Natürlich waren davon zuerst nicht alle überzeugt, schließlich war ich noch in meinem Studium und die Position als Smart Factory Leader ist schon eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. So hatte ich dann erstmal ein Gespräch mit dem Projektbetreuer von Schneider Electric in Frankreich, der mich gerne kennenlernen wollte. Da einige Kollegen sich positiv für mich ausgesprochen haben, konnte ich mit dem Thema anfangen.

Wie sieht nun dein Job aus? Hast du einen typischen Tagesablauf?

Meine Arbeitstage gestalten sich unterschiedlich. Das Smart Factory Projekt startet zunächst mit einem „Select-Gate“. Hierbei stellen Schneider Electric Experten ein Portfolio mit möglichen Lösungen für das Werk in Wiehl vor. Ich prüfe alle Sektoren und führe Gespräche, um herauszufinden, wo wir durch innovative Prozesse, Robotik oder anderen Lösungen unsere Produktion verbessern können.

Dann prüfe ich die Details, zum Beispiel, welche Mitarbeiter eingebunden werden können, welche Systeme geeignet sind und den konkreten Mehrwert, den die Veränderung mit sich bringt. In dieser Phase geht es also darum, das genaue Potenzial zu ermitteln und die Umsetzbarkeit zu prüfen.

Standort Wiehl

In der Umsetzungsphase, dem „Do Gate“, führen wir Kalkulationen durch, sprechen mit Lieferanten (zum Beispiel für AGVs (fahrerlose Transportsysteme), VR-Brillen, Smart Energy etc.), stimmen uns mit der IT ab und definieren die konkreten Prozesse. Der Gedanke der Smart Factory ist natürlich konkurrenzfähig zu bleiben und dem Kunden zu zeigen, dass wir durch innovative Produkte eine exzellente Qualität bieten und fit für die Zukunft sind.

Insgesamt haben wir 5 Kernteams. Meine Aufgabe ist es diese zu koordinieren, Meetings zu gestalten, sodass wir zu jedem Teilprojekt einen Überblick haben und mögliche Hindernisse identifizieren können.

Was war dein bisheriges Highlight in deiner Zeit bei Merten?

Es gab viele Highlights. Mein größtes Highlight war, dass ich mit nach Plovdiv in Bulgarien durfte, wo das Werk bereits eine Smart Factory ist. Dort haben einzelne Experten Innovationsprozesse analysiert und so konnte ich genau sehen was mich erwartet und wie das Projekt abläuft. Das war super interessant. Wir haben 3 Tage von morgens bis abends das Werk unter die Lupe genommen und ich konnte auch selbst Ideen einfließen lassen. Auch die Zeit mit den Experten dort, von denen ich einiges lernen konnte, war super!

Was war dein ganz persönliches Learning aus deiner Zeit als dualer Student?

Sich selbst aufzustellen, Zeitplanung – wenn ich das Smart Factory Projekt mitberücksichtige, dass man über alle Vorgänge Bescheid weiß, dass man das Team im Blick hat, dass man sich gegenseitig hilft. Denn für mich war natürlich auch alles neu, man hat ja keine Führungserfahrung. Es war echt ein schöner Weg bis dahin. Da habe ich super viel mitgenommen, vor allem was auch Softskills betrifft. Und das Modell duales Studium ist natürlich auch gut. Man kennt die Prozesse aus der Ausbildung, man weiß wie die Industrie tickt, das war in der Uni immer hilfreich. Auf der anderen Seite hat mir die Uni geholfen, bei Merten Dinge umzusetzen, sodass beides ineinander greifen konnte.

Welchen Tipp hast du für alle Bewerber?

Merten ist ein super Ausbildungsbetrieb, weil es spezifisch für Industriekaufleute oder andere Bereiche wie auch in der Ausbildung zum Mechatroniker oder Verfahrensmechaniker usw. eine Vielzahl an Aufgabenbereichen gibt. Was ich jedem empfehlen kann, ist Folgendes: versucht euch so früh es geht, freiwillig für Projekte zu interessieren oder zu melden. Mal selbst einen Schritt nach vorne zu gehen: „Ich habe gehört da gibt es ein Projekt, kann ich da mithelfen, da habe ich Interesse dran.“ Ohne die freiwilligen Projekte, die ich vorher hatte, wäre mein Name auch nie für die Smart Factory aufgetreten. Kümmert euch frühestmöglich selbständig darum, dass man von euch hört!

 


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